13. Januar 2009 - Der Wahnsinn hat einen Beruf: Vermieter

Dienstag, Januar 13th, 2009 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | 5 Kommentare

Von außen macht das Haus keinen schlechten Eindruck. Gut gelegen, sauber verputzt, auch das gepflegte Treppenhaus bereitet uns nicht auf das vor, was uns im Inneren der Wohnung erwarten wird.

Ein älterer Herr, später wird er uns erzählen, dass er die Siebzig bereits überschritten habe, öffnet die Tür. Für wenige Sekunden bin ich von den weißen Flecken auf der Vorderseite seiner Hose abgelenkt.
„Entschuldigen Sie die Unordnung“, sagt er, „die jungen Herren, die hier wohnen, sind nicht die ordentlichsten.“ Das wird mir auch klar, als ich bereits bei meinem dritten Schritt hinter der Wohnungstür einen Ausfallschritt um mehrere bereits faulende Pizzakartons machen muss. Wir schlängeln uns um Bierflaschen, Coladosen, Aschenbecher und verfaulendes Obst. Einsam steht eine einblättrige Yuccapalme in der Ecke, sie sieht aus als hätte sie seit der Regierung Kohls kein Wasser mehr bekommen.
„Sie müssen das wirklich entschuldigen, das sind Studenten. Die haben kein Geld für ordentliche Möbel“, versucht der Vermieter die Matratzen auf dem Boden zu erklären. „Und die müssen ja so viel lernen. Dauernd sind die unterwegs. Kein Wunder, dass die keine Zeit haben, hier mal aufzuräumen. Bis spät in die Nacht sitzen die in der Bibliothek. Da fehlt halt auch eine Frau, die das macht. Dafür sind Frauen ja da.“ Und dann wendet er sich zu meinem Freund, der sich die Wohnung mit anschaut. „Aber da haben Sie ja Glück. Sie haben ja eine Frau, die aufräumen kann. Kann Sie auch kochen?“, lacht er sich in seinen Bauch. Dann schaut er mich das erste Mal an. „Sie sieht wohl so aus…“

Angeredet hat er mich bis zu diesem Zeitpunkt sowieso noch nicht. „Sie sind doch nicht etwa schwanger?“, fragt er mich abrupt. „Nein, bin ich nicht. Wieso?“, frage ich. „Ach, ich dachte nur“, sagt er und schaut auf meinen Bauch. „Kinder gehen hier sowieso nicht. Da müssten wir erst ‘nen Mauerdurchbruch machen, und das nur für die Pänz. Und laut sind die auch noch. Nee, das geht nicht.“

Ich trete an ein Fenster. Von weitem sah es aus, als hätte sich am Rand Feuchtigkeit angesammelt. Ich fahre mit meinem Finger darüber. „Lassen Sie das mal! Schmieren Sie nicht das ganze Fenster voll!“ Ich schlucke. „Kann es sein, dass die Fenster nicht ganz dicht sind?“, frage ich. „Kann es sein, dass Sie als Frau von sowas eh keine Ahnung haben?“. Es reicht. „Die Wohnung kommt für uns leider nicht in Frage“, sage ich. So einen Vermieter möchte sich doch niemand bewusst aussuchen…

28.November 2008 - Die Mexikohexe schlägt zurück

Freitag, November 28th, 2008 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | 1 Kommentar

Es ist der Geburtstag eines Freundes und wir treffen uns ein weiteres Mal beim Mexikaner. Nach dem Kellnerin-Fiasko beim letzten Mal können wir doch dem leckeren Essen nicht widerstehen und begeben uns erneut in die Höhle des Löwen, respektive der Kellnerin.
Wir haben Glück – wenn man das so nennen möchte. Schon als wir die Türe aufstoßen, grinst sie uns an wie ein Honigkuchenpferd. Sie scheint uns wiederzuerkennen, und das ganz ohne gigantischen Sojasaucenfleck auf dem Hemd. Dieses Mal dürfen wir sogar etwas länger in der Karte stöbern ohne dass sie uns diese anschließend vorliest.
Es ist Montag und das ist von Bedeutung, denn montags gibt es eine riesige Portion Gambas zum günstigen Preis. Wir bestellen einmal einen gemischten Vorspeisenteller für alle. Allerdings ist mir nicht ganz klar, was „Gambas Rebozadas“ sind. Was Gambas sind, weiß ich, aber „rebozadas“ – vielleicht heißt das ja „ultrascharf“ oder etwas in der Art und dann sollten die versammelten Lebensmittelallergiker am Tisch vielleicht vorsichtig sein. Genau hier erfolgt der erste Auftritt der Kellnerin, die, wie sich später herausstellen wird, heißt wie ein Musikinstrument: Tuba. Und genauso viel heiße Luft fabriziert sie auch, denn sie antwortet (ziemlich laut, als wären wir nicht nur unwissend, sondern auch taub): „Das sind Meeresfrüchte!“ Ahja. Ich frage noch mal, auf was sich „rebozadas“ bezieht, bzw. welche Zubereitungsart das ist. Es wird sich nachher herausstellen, dass es so etwas wie „im Brotteig“ oder „paniert“ bedeutet. Sie wiederum antwortet: „Sag ich doch, Meeresfrüchte.“ Gut. Schweigen wir einfach dazu.
Wir bestellen also das Essen, unter anderem auch einmal das Gambasangebot. Mit Kräuterbroten, Dips und Salat. Der völlig ausgehungerte bestellt noch eine Portion Reis dazu. Darauf sie: „Das ist ja blöd, dass da kein Reis dabei ist. Das ist gut, dass Sie welchen dazu bestellen. Oder lieber Pommes?“
Auch hier – schweigen wir lieber.
Sie bringt das Essen und verteilt tausend kleine Tellerchen auf unserem Tisch.  Als sie die Platte mit den ungefähr dreißig ungeschälten Gambas vor meinen Bekannten stellt, schaut sie ihn mit großen Augen an und sagt: „Können Sie die schälen? Ehrlich? Ich find das ja total eklig, denen den Kopf abzuknacken!“ Langsam fragen wir uns, ob sie sich einen Sport daraus macht…
Nach dem Essen liegen einige Papiere für ein Projekt auf dem Tisch, die wir gemeinsam durchgehen. In der Zeit ignoriert sie uns konsequent, es gibt keine neuen Getränke, kein gar nichts. Später sagt sie, wir hätten ja gearbeitet, da hätte sie nicht stören wollen.
Wir fragen nach der Rechnung und wie beim letzten Mal verdreht sie die Augen, als ihr klar wird, dass ihre mathematischen Kenntnisse gefragt sind. Sie ist nicht in der Lage, von 102,30€ ganze 84€ abzuziehen. Sie versucht es 4mal schriftlich auf ihrem Kellnerinnenblock – vergeblich. Peter sagt ihr das Ergebnis, sie glaubt ihm nicht. Erst als er es ihr auf dem Handyrechner zeigt, glaubt sie uns. Und dann schaut sie ihn ungläubig an: „Sie können ja gut rechnen!“
Langsam beschleicht mich der Verdacht, dies könnte ein Theaterdinner sein…

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22. Oktober 2008 - Die Mexikohexe

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | 2 Kommentare

Mit ein paar Freunden besuche ich ein mexikanisches Restaurant mit angehängter Cocktailbar für eine Runde Fajitas, Enchiladas oder Burritos und Caipirinhas. Da es etwas zu feiern gibt erscheinen die Freunde zahlreich und füllen einen großen Tisch. Jedoch warten wir mit der Bestellung des Essens bis wir vollständig versammelt sind, was uns allerdings nicht davon abhält, die Speisekarte mit einer wohlwollenden Gemütlichkeit von vorne bis hinten und von oben bis unten mehrfach durchzulesen. Denn schließlich will wohlüberlegt sein, für welches der appetitlichen Speisen man sich entscheidet.

Die Kellnerin, die uns bereits bevor ich die Jacke ausgezogen habe nach den Getränken fragt, schwirrt wie eine aufgeregte Fliege um uns herum. Dann tritt sie an den Tisch. „Können Sie sich nicht entscheiden?“ Sie lässt uns keine Zeit zur Antwort. „Soll ich sie Ihnen vorlesen?“ Genau. Wir können uns nicht entscheiden, weil wir die Karte nicht lesen können. Sehr scharfsichtig. Sie jedoch findet offensichtlich Gefallen an dem Gedanken und beginnt tatsächlich uns „die besten Gerichte“ vorzulesen. Als wir sie unterbrechen und uns bedanken, aber sie darauf hinweisen, dass wir noch auf weitere Freunde warten werden, verzieht sie das Gesicht und rauscht ab mit einem schnippischen „dann eben später!“

Die Freunde kommen hinzu, wir bestellen. Das auch das ohne Weiteres nicht möglich sein würde, wird uns bald klar. Mein Gegenüber bestellt Spaghettini mit Garnelen in einer Sojasauce. Die Kellnerin kann es offensichtlich kaum fassen, dass er dieses Essen bestellt, denn sie fragt ihn dreimal „wirklich?“, bis er lautstark bestätigt „ja, ich möchte das essen“.Ein paar Minuten vergehen bis sie das Essen an den Tisch bringt. Meinem Gegenüber stellt sie seine Pasta mit abgewandtem Gesicht hin. Stattdessen komme ich in den Genuss ihres angewiderten Gesichtsausdrucks. Gut, die Spaghettini sehen aufgrund der Sojasauce tatsächlich aus wie kleine, sich windende Aale, aber man kann den Gast doch trotzdem angucken und versuchen seine Gesichtsmuskeln unter Kontrolle zu behalten, oder?

Während wir essen, entwickelt sich ein äußerst lebhaftes Tischgespräch. Man lacht, man diskutiert unter Zuhilfenahme von Händen und Füßen und legt für diesen Zweck schon mal sein Besteck an den Tellerrand. Genau dies tut auch mein Gegenüber als die Kellnerin erneut um uns herumscharwenzelt. Aufdringlich stellt sie sich neben ihn und fragt in einem doch recht lauten, angriffslustigen Ton: „Schmeckt es Ihnen nicht?“ Sie guckt ihn mit einem total entgeisterten Gesicht an, das sagt „ich verstehe dass das nicht schmeckt, das wusste ich von Anfang an!“„Doch“, antwortet er, „wieso?“ „Na“, antwortet daraufhin sie, „Sie essen es ja gar nicht!“ Sprichts und verschwindet wieder im Nebenraum.

Kaum eine Sauce ist so spritzanfällig wie Tomatensauce. Und Sojasauce. Wenn dann die Sojasauce auch noch mit Spaghetti zusammentrifft, dann besteht schon fast Spritzgarantie. Aus diesem Grund findet sich auch nach kurzer Zeit ein doch recht großer Fleck Sojasauce auf dem strahlendweißen Hemd meines Gegenübers. Er entscheidet sich dafür, erst einmal zu Ende zu essen, bevor er es auswaschen geht. Die Kellnerin kommt mit einem Tablett Getränke herein, bleibt mitten im Raum stehen, schaut, kommt dann an unseren Tisch, stellt ihre Getränke ab. Dann erhebt sie ihren Zeigefinger und bewegt ihn bis auf fünf Zentimeter an den bespritzten Hemdenbauch heran und sagt so laut, dass es auch wirklich der ganze Raum hören kann: „Sie haben da einen riesigen Fleck, wissen Sie das?“ Er, leise: „Ja, das ist mir bewusst.“ Sie (immer noch laut): „Achso, ich dachte, das wäre Ihnen noch nicht aufgefallen. Aber, haha (lacht dümmlich), wie kann einem so ein riesiger brauner Fleck auch nicht auffallen?“
Kopfschüttelnd verließ sie den Tisch wieder. Kopfschüttelnd blieben auch wir zurück.

9. Oktober 2008 - Der Fremdkitzler

Donnerstag, Oktober 9th, 2008 | Allgemein | 4 Kommentare

Auf der Suche nach einem passenden Geschenk für eine Freundin schlendere ich durch die Stadt und lande schlussendlich im Buchladen. Nachdem ich mich höchst ökonomisch für ein Taschenbuch für sie und drei für mich entschieden habe, stelle ich mich an der Kassenschlange an. Vor mir stehen noch drei oder vier Personen, ich weiß es nicht genau, da ich noch in die Klappentexte der Bücher vertieft bin. Doch ich werde abrupt aus meinem Lesevorgang gerissen, als sich die Hand des Vordermanns in meine Richtung bewegt und sanft anfängt meine Bauchfalten zu kraulen.

Völlig überrascht lache ich laut auf. Ich kann mich gar nicht mehr halten, was dazu führt, dass sich jetzt auch der Mann vor mir umdreht. Sein Gesicht wechselt die Farbe, die Augen reißt er weit auf als er erkennt, dass ich offensichtlich nicht seine Freundin bin. Denn die steht ein paar Meter weiter am Taschenbuchstand, wie ich seinem gehetzt umherschauenden Blick entnehmen kann. Ich hingegen kann immer noch nicht aufhören zu lachen – was ihm wiederum anscheinend sehr peinlich ist, denn natürlich ruhen nun einige Augenpaare auf uns. Ich warte immer noch auf ein „Entschuldigung“, aber irgendwie scheint ihm das nicht über die Lippen zu kommen.

Warum eigentlich nicht? Manch andere Frau hätte vielleicht völlig anders reagiert. Ich hab nun mal laut gelacht, aber eine andere wäre vielleicht hysterisch geworden, hätte ihn vielleicht angeschrien, vielleicht gar geohrfeigt. Das wäre ihm sicherlich auch peinlich gewesen.

Aber nun kommt erst auch noch seine Freundin hinzu. Hätte er mich vorher nur aus dem Augenwinkel gesehen, dann wäre ihm das Missgeschick sicher nicht passiert. Sie ist nämlich exakt das optische Gegenteil von mir. Offensichtlich auch in ihrer Reaktion. Denn obwohl ich immer noch lache, reagiert sie äußerst aggressiv. „Was ist hier los?“, keift sie mit einem bissigen Ton.  Er zischt kaum hörbar in meine Richtung: „Das bleibt unter uns!“

Er ringt mit den Worten, was durchaus verständlich ist, wenn man ihre blitzenden Augen vor sich hat, die auch mich endlich von meinem Lachanfall befreien. „Ich bin der Dame leider auf den Fuß getrampelt.“ „Ach, und das ist soo furchtbar witzig?“ Hilflos blicken seine Augen hin und her. „Ähm, das Witzige war, das ich gleich zweimal auf den Fuß getreten bin.“ Ahja.

Sie zerrt ihn an seinem Arm in eine andere Richtung. „Hast du etwa schon wieder geflirtet, obwohl ich daneben stand?“ Er verdreht die Augen. Und dann kommt sie doch noch, unerwartet und ganz leise. „Entschuldigung.“

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1. Oktober 2008 - Pocahontas ohne Fahrschein

Mittwoch, Oktober 1st, 2008 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | 2 Kommentare

Ich mache mich mit der Straßenbahn auf den Weg in die Stadt. Den Plan, noch kurz in ein Magazin hineinzuschauen, verwerfe ich schnell – auf der anderen Gangseite sitzen zwei Frauen, die in einer mir fremden Sprache in einer enormen Lautstärke in ihr Handy brüllen. Auf Grund frappierender Ähnlichkeit der beiden gehe ich davon aus, dass es sich um Mutter und Tochter handelt.  Wenn auch die Tochter aussieht wie Pocahontas mit ihren Lederfransen und Goldklimbim, während die Mutter eher in Richtung abgehalfterte Wahrsagerin vom Rummel geht.

Bei der nächsten Station steigen Kontrolleure in den Wagen. Einer wendet sich direkt in meine Richtung, ich zeige meine Fahrkarte vor und er wendet sich zu dem Mutter-Tochter-Gespann. Die jedoch ignorieren gewissentlich sowohl den direkt vor ihnen stehenden Kontrolleur, den bei mir auf der anderen Gangseite abgelaufenen Kontrollvorgang als auch den doch sehr gefährlich dreinguckenden Wachhund. Stattdessen telefonieren sie munter weiter und gucken sehr angestrengt aus dem Fenster. Der Kontrolleur fasst die Mutter nun am Arm, damit sie sich ihm zuwendet. Sie dreht ihm auch tatsächlich das Gesicht zu. Sein „Die Fahrscheine bitte!“ beantwortet Sie mit einem „Ich verstehe Sie nicht, ich telefoniere!“ Jetzt wird der Kontrolleur ungeduldig.  Mit verschärftem Ton versucht er es noch einmal: „Die Fahrscheine bitte!“ Sie hört immer noch nicht auf zu telefonieren, jedoch holt sie aus ihrer Jackentasche einen verknuddelten Fahrschein hervor. „Für beide“, sagt sie und zeigt auf ihre immer noch aus dem Fenster starrende Tochter.  „Ah“, sagt er. „Wiener Platz eingestiegen?“ „Ja.“ „Und ein Kurzstreckenfahrschein für vier Stationen. Sind jetzt aber schon sieben Stationen. Und für zwei Personen gilt das auch nicht. Da muss ich Ihnen leider aufschreiben, dass Sie keinen Fahrschein hatten. Dann hätt ich gerne einmal Ihren Personalausweis!“

Bis dahin alles relativ normal, alles schon mal gewesen, alles schon mal erlebt. Doch jetzt geht das Spektakel los.

„Hab ich nicht dabei!“ Wieder er: „Führerschein? Krankenkarte? Irgendwas, wo ihr Name drauf steht?“  Sie: „Nur die Sonnenbankkarte, aber da steht kein Name drauf.“ „Na gut“, sagt er, „dann ist hier das Formular, schreiben Sie mal ihren Namen und ihre Adresse hinein!“  Jetzt wird sie bockig: „Ich kann nicht schreiben. Ich bin Analphabet! Deswegen wusste ich auch nicht, dass das Ticket nicht für zwei gilt und dass man damit nicht so weit fahren kann.“  Mittlerweile spricht sie so laut, dass jeder im ganzen Bahnabteil sie verstehen muss.  „Verstehen Sie! Ich kann nicht lesen oder schreiben!“ Er atmet schwer durch. „Gut, dann kann das ja Ihre Tochter machen.“ „Meine Tochter ist auch Analphabetin, verstehen Sie das nicht? Was ist das für eine Frechheit einen so unhöflich zu behandeln? Selbst Alkoholiker werden in Deutschland bemitleidet, aber Leute die nicht lesen und schreiben können werden behandelt wie Aussatz!“ Sie redet sich in Rage. Brüllt mittlerweile durch den ganzen Wagen.

Er wiederum versucht ein bißchen Ruhe in das Ganze zu bekommen. „Gut, dann buchstabieren Sie mal Ihren Namen!“ Wieder  Sie, laut: „Verstehen Sie nicht! Ich kann nicht schreiben! Wollen Sie mich eigentlich verarschen?“ Der Kontrolleur weiß offensichtlich nicht mehr weiter. Hilflos dreht er sich zu seinem Kollegen um, der nun auch hinzukommt und erneut nach dem Personalausweis fragt. „Ich hab keinen Personalausweis dabei.“ „In Deutschland ist es Pflicht, seinen Personalausweis bei sich zu tragen.“ „Ich bin aber keine Deutsche! Ich bin Zigeunerin!“ Darauf er: „Und in Zigeunien brauchen Sie etwa keine Pässe?“

Leider muss ich an der Station aussteigen. Unter Kichern.

25. August 2008 - Schulfreunde - Schulfeinde

Montag, August 25th, 2008 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | 2 Kommentare

Alte Bekannte aus Schulzeiten unverhofft wiederzutreffen scheint für manche Menschen ein Quell purer Freude zu sein. Da werden dann idyllische Klassenfahrt-Geschichten ausgetauscht und sich gegenseitig belobhudelt. Jedenfalls lese und höre ich so etwas immer. Aber bei mir, im richtigen Leben, sieht das doch ganz anders aus.

Nach einem Wochenendbesuch bei meinen Eltern nehme ich abends den Zug zurück in die Großstadt. Noch bevor ich meinen Fuß zwischen die sich öffnenden Türen setzen kann, spüre ich einen Schlag auf die Schulter, Sekunden später höre ich: „Meeensch, das man dich mal wieder hier sieht!“ Ich drehe mich um, vor mir steht jemand, den ich ab der siebten Klasse gezwungen war beinahe jeden Tag zu sehen. Nach dem Abitur jedoch nie wieder. Bis jetzt. Ich nehme an, es hat seinen Grund.

Ich schaffe es gerade noch, einen Sitzplatz zu ergattern, bevor das Unwetter über mir niedergeht.
„Kannst du dir vorstellen, wie erfolgreich ich geworden bin? Unglaublich! Ich habe mein BWL- Studium letztes Jahr abgeschlossen und arbeite jetzt in Münster im Institut und schreibe innerhalb der nächsten drei Jahre meine Dissertation. Ist das nicht toll? Ich weiß, manche Leute erreichen solche Ebenen nie in ihrem Leben, da ist das schon schwer nachzuvollziehen…“ Er schnappt nach Luft. Waren ja auch ziemlich viele Angeber-Sätze am Stück.

„Naja“, sage ich, „ich bin auch mit meinem Studium fertig. Und ich habe schon eine Ausbildung hinter mir…“. Er unterbricht mich: „Das kann ja dann nicht so schwer gewesen sein, sonst wärst du ja noch nicht fertig. Was hast du noch studiert?“ Ich antworte „Germanistik“, doch schon während der letzten Silbe fällt er mir wieder ins Wort. „Siehste, Germanistik, das ist doch Humbug. Da muss man ja auch nichts können. BWL hingegen, das muss man verstehen, weißt du, da braucht man Grips! Da kann man nicht nur ein Buch lesen und sagen, jaaa, schön, das gefällt mir. In BWL muss man richtig was können!“ Ich hatte ja immer den Eindruck, dass nur diejenigen BWL studiert haben, die sonst nicht wussten, was sie machen sollten.
„Und jetzt hast du keinen Job, oder?“ Der Frontalangriff bringt mich etwas aus dem Konzept. „Ich suche im Moment nach einer Stelle, die mir zusagt.“ „ Ja, da kannst du dich auf was gefasst machen. Ich versteh ja auch nicht, warum man so eine brotlose Kunst studiert. Ich mein, das weiss man doch vorher, dass man damit direkt arbeitslos wird. Warum lässt man sich darauf überhaupt ein? Weiss man doch, dass die meisten Langzeitarbeitslosen Germanisten sind…“

So ein Blödsinn. Mir tut das Geschwätz in den Ohren weh. Gottseidank erreicht der Zug die Großstadt in diesem Moment. Obwohl wir längst nicht an meiner Station sind, steige ich aus, fahre lieber mit der Straßenbahn durch die Stadt, als diesem Monolog noch drei Minuten länger zuzuhören.

7. April 2008 – Die Kack-Prinzessin

Montag, April 7th, 2008 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | 1 Kommentar

Wieder einmal verbringe ich etwas Zeit mit einer Freundin in den gemütlichen Sesseln einer amerikanischen Kaffeehauskette. Obwohl es gemütlicher ist als in meinem Wohnzimmer, ist es doch nicht halb so privat. Natürlich bekommt man hin und wieder Gesprächsfetzen mit, doch letzten Endes schert sich doch jeder meist nur um seinen Dreck. Womit wir beim Thema wären.
Draußen beginnt es wie aus Eimern zu schütten, was sich merklich auf die Zahl der Besucher im Laden niederschlägt. Zwei Frauen in unserem Alter kommen mit Kinderwägen durch die Tür. Dass sie offensichtlich nur Schutz vor dem Regen suchen und nicht wegen des Kaffees kommen ist klar: Mineralwasser und Apfelschorle stehen auf ihrem Tisch, den sie sich direkt neben uns gesucht haben. Die kurzhaarige junge Mutter grinst uns an und sagt: „Keine Sorge. Die sind ruhig. Keine Alarmanlagen.“ Als meine Freundin zurücklacht schiebt sie hinterher: „Ich weiß doch, das das oft nervt.“ Und tatsächlich, die Kinder sind ruhig, man könnte meinen sie würden schlafen. Zumindest der Darm des kleinen Mädchens im Prinzessinnenoutfit schläft definitiv nicht. Denn der macht plötzlich geruchsüberfallartig auf sich aufmerksam. Und dann geht das Spektakel los:

„Corneeeeliaa! Hast du schon wieder Aa in die Hose gemacht? Bist du wieder eine kleine Kack-Prinzessin? Bist du? (Gefolgt von einem in-die-Wange-kneifen und laut Bu-bu machen)

Die andere Mutter springt auf, rennt zur Toilette, kurz rein, dann wieder raus, dann zurück zu ihrem Platz. „Ach verdammt, da kannst du nicht drin wickeln. Das ist winzig!“ Die Mutter flucht. „Scheisse, Scheisse!“ (Im wahrsten Sinne des Wortes) Es stinkt übelkeitserregend. Das fällt nun auch der Mutter auf. „Corneeelia! Wie kann aus so einem kleinen Popo soviel Kacke kommen?“ Und zur Freundin: „Boah das stinkt so, ich kotz gleich.“ Genau das denken wir auch, denn es stinkt in der Tat so, dass Atmen nur durch den Mund machbar ist. Da wir andauernd angeguckt werden von den Müttern sagen wir nichts, sondern versuchen so wenig wie möglich zu atmen.

Dann der Super-Gau. Mutter 2 räumt flott Apfelschorle und Mineralwasser auf den Boden, die andere legt die Kack-Prinzessin auf dem Rücken auf den Kaffeetisch. Schwupps ist die Windel runter. Nach kurzer Zeit ist sie fertig, Corneeelia ist frisch gewickelt. Sie holt sich an der Theke einen nassen Lappen, wischt einmal über den Tisch und schon steht dort wieder Mineralwasser und Apfelschorle und schon sind die beiden wieder bei ihrem Spielplatzgespräch von davor.
Wir zwei allerdings sitzen da wie paralysiert. Immerhin können wir jetzt schon wieder atmen. Meine Freundin bringt zuerst ein Wort raus. Zu den Müttern gewandt sagt sie: „Gilt das auch als Erregung öffentlichen Ärgernisses?“ Die Mütter lachen. „Kinder sind Biowaffen. Da hilft gar nichts…“

10. März 2008 – Experiment mit einer Unsitte

Montag, März 10th, 2008 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare

Ich sitze mit einer Freundin in dem Schaufenster einer großen amerikanischen Kaffeekette und unterhalte mich. Die gemütlichen Sessel stehen so weit auseinander, dass man ziemlich schnell vergessen könnte, dass noch andere Menschen um einen herum sitzen und dem Gespräch folgen können. Aber so ganz dann eben doch nicht, allzu privates sollte man besser an einem solchen Ort nicht besprechen. Also reden wir über Bücher. Für die Uni soll ich einen Vorschlag machen, ein amerikanisches Buch mit autobiographischem Hintergrund ist gesucht. Wir beide sind in amerikanischer Literatur nicht sehr bewandert, trotzdem werfen wir mit Buchtiteln um uns. Vom mindestens anderthalb Meter entfernten Sessel erhebt sich ein Mann mittleren Alters und kommt auf uns zu. „Entschuldigung“, sagt er, „ich höre, Sie suchen ein amerikanisches politisches Buch? Probieren Sie es mal mit Seymour Hersh und Die Befehlskette. Ich hab Ihnen das hier schon mal aufgeschrieben.“
Sagt es, drückt mir tatsächlich einen beschrifteten Zettel in die Hand, setzt sich wieder in seinen Sessel und trinkt seinen Kaffee. Wir hingegen schauen uns verdutzt an.

Auch wenn es in diesem Fall nett war, halte ich doch das Einmischen in Gespräche anderer für eine Unsitte. Obwohl man den meisten ja zugute halten muss, dass Sie es für hilfreich und gut halten. Situationen dazu gibt es mehr als genug. Als ich mich mit meiner Freundin in der Bahn darüber unterhalte, an welcher Station wir besser aussteigen sollten, mischt sich eine Dame ein und teilt uns ungefragt ihre Meinung dazu mit. Als ich im Buchladen ein Taschenbuch in die Hand nehme, stellt sich ein junger Mann neben mich und zeigt auf das Buch in meinen Händen: „Lesen Sie das besser nicht. Das ist äußerst schwach.“ Vielen Dank. Aber vielleicht habe ich andere Lesevorlieben als Du. Vielleicht möchte ich auch lieber an einer anderen Station aussteigen. Vielleicht.

Ich frage mich, was Menschen dazu bringt, sich in Gespräche einzumischen und entschließe mich dazu, es, entgegen meinem Naturell, auch einmal auszuprobieren.

Schon bei der nächsten Bahnfahrt probiere ich es aus. Ich überlege kurz, einer Gruppe Jugendlicher mit Migrationshintergrund darauf hinzuweisen, dass ihr Handysound extrem uncool ist, lasse es aber aus sicherheitstechnischen Gründen lieber sein.

Im Kaffeehaus setzt sich eine Gruppe junger Mädchen neben mich. Ohne groß darauf zu achten, dass sie nicht alleine sind, hecheln sie scheinbar alle Männer in ihrem Bekanntenkreis durch. „Und der Sven, der läuft wie eine Ente.“ „Der Jan kann nur Tiefkühlpizza, das hält man ja kein Wochenende durch.“ Ich warte auf meinen Einsatz. Lang kann er nicht mehr auf sich warten lassen. „Ach, ich muss euch noch erzählen, wie mein Wochenende bei Peter war“, sagt eines der Mädchen. Jetzt ist er gleich da, mein Moment. „Der ist schlecht im Bett, das glaubt ihr nicht!“

Da ist er: „Doch, da hast du Recht. Peter ist saumäßig schlecht im Bett“, sage ich, grinse ihnen zu, stelle schnell meinen Kaffee hin, nehme meine Jacke und bin raus. Aus dem Schaufenster schauen sie mir noch verdutzt hinterher.
Jetzt weiß ich, warum Menschen das machen: Weil das Spaß macht!

7. Januar 2008 - Heiratsmarkt im Bus

Montag, Januar 7th, 2008 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare

Wenn ich in der Straßenbahn sitze und es um mich herum laut lärmt, weil der junge Mann am Fenster mit seinem Handy laut Musik hört oder der elegant gekleidete Mann laut Firmengeheimnisse dem Straßenbahnabteil anvertraut, dann fragte ich mich oft, warum niemand für Ruhe sorgt. Es wäre doch so einfach… Mittlerweile weiß ich es besser.
Ich sitze in meinem Bus nach Hause als ein Mann einsteigt. Kaum sitzt er auf einem Platz, klingelt sein Telefon. Er stellt das Gespräch auf laut und redet in einer mir unverständlichen Sprache in einer extremen Lautstärke. Auf der anderen Seite des Ganges sitzt eine junge Frau, die sich durch sein Telefonat gestört fühlt.
„Wäre es möglich, dass Sie etwas leiser telefonieren könnten?“, fragt sie den Mann höflich. Er schaut sie irritiert an, stockt kurz und redet dann ohne Punkt und Komma in unveränderter Lautstärke weiter. Unverdrossen wagt sie noch einen Versuch: „Könnten Sie vielleicht was leiser reden?“ Jetzt hat er sie verstanden. „Leiser?“ Sie nickt. „Aaaah, alles klar. Keine Problem.“ Noch ein Schwall unverständlicher Worte, dann legt er auf. Er rutscht auf dem Stuhl herum, so dass er näher zu der Frau sitzt und ihr ins Gesicht schauen kann. „Wissen Sie, ich bin aus Kosovo. Ich bin nach Deutschland gekommen, vor Wochen.“ Nun ist zwar die Telefonruhe eingetreten, doch der Gesichtsausdruck der Frau spricht Bände. Ein Gespräch mit ihm scheint sie nicht seinem Telefongespräch vorzuziehen. Aber ihn stört das nicht, unbeirrt spricht er weiter: „Ich bin in Deutschland um Frau zu finden. Suche deutsche Frau zum heiraten. Junge deutsche Frau, auch hubsche. So wie sie. Soll auch arbeiten!“
Die Frau scheint nicht zu wissen, wie ihr geschieht. Es reicht nicht einmal für ein „aha“, stattdessen schaut sie ihn ungläubig an. „Haben Sie denn Ehemann? Oder wollen Sie noch heiraten?“ Sie schluckt, antwortet: „Ich bin verheiratet.“ Das tut seinem Eifer keinen Abbruch, er schwadroniert weiter: „Ah. Naja. Dann heiraten wir nicht.“ Daraufhin kriegt er einen Lachanfall, während sie Schwierigkeiten hat, ihre Gesichtszüge zu kontrollieren. Er nimmt einen kleinen Zettel aus seiner Hosentasche und schreibt mit Kugelschreiber etwas darauf. Dann drückt er ihr den Zettel in die Hand. „Das ist meine Telefonnummer. Ruf mich an, wenn du doch heiraten willst.“ Darauf sie: „Ich will nicht heiraten. Ich bin schon verheiratet.“ Das scheint ihn nicht zu stören: „Dann nimm Nummer mit für deine Freundinne. Eine will mich bestimmt heiraten.“
In dem Moment hält der Bus und er steigt aus. Sie sitzt noch minutenlang mit dem Zettel in der Hand und sieht aus, als wüßte sie nicht, wie ihr geschehen ist.
Ich jedenfalls weiß nun, warum manche Leute einfach nicht für Ruhe sorgen. Nach der Geschichte wird es mir in Zukunft auch schwerfallen…

29. Oktober 2007– Hamstermentalität und Weinkenner

Montag, Oktober 29th, 2007 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare

Man kennt das: Auf Aktionärsversammlungen, auf Messen wird alles, was es gratis gibt, fleißig eingesackt. Da tritt eine Hamstermentalität auf, die oftmals vom offensiven Kugelschreibersammeln zum aggressiven Abgreifen jeglicher Dinge umschlägt. Da werden Brühwürstchen in Taschentücher eingepackt und in der Handtasche verstaut und auch mal eben 15 Cola bestellt, nicht weil man Durst hat, sondern schlicht und einfach, weil man es kann. Ohne zu bezahlen.

Ich hielt das für eine Eigenart von Menschen, die noch, wie meine Oma sagte, auf den Pfennig achten. Als es vor ein paar Tagen hieß, man benötige meine Hilfe für eine VIP-After-Show-Party, erwartete ich all diese Dinge nicht. Sicher, auch hier waren alle Getränke umsonst, aber von so genannten „Stars“ erwartete ich gerade das nicht. Ich musste mich aber belehren lassen.

Zusammen mit einer Kollegin teilte ich mir den Dienst hinter der Theke, während andere Kolleginnen Prosecco auf Tabletts durch die Menschen trugen. Jedes Mal, wenn sie wieder an die Theke kamen um ihr Tablett auffüllen zu lassen, wurden die Gesichter länger. „Unfreundlich“ hörte ich, „unverschämt“ und „arrogant“. Beschimpft wurden meine Kolleginnen, hin und her kommandiert. Kurze Zeit später hatte ich das zweifelhafte Vergnügen ein Exemplar dieser gutgelaunten Spezies selber zu begutachten. Ein jüngerer Herr, bekannt aus einer Vorabendserie, tritt an die Theke, in der Hand ein Kölschglas, was er ein paar Sekunden früher aus dem Kranz meiner Kollegin bekam. Nun kommt er zu mir, um sich zu beschweren: „Ich möchte mindestens 5 Millimeter mehr Schaum! Das hier ist mir zuwenig Schaum!“ Entgegen meiner Erwartung stellt er ein völlig akzeptabel gezapftes Kölsch auf den Tresen, bei dem es wirklich keinen Grund zur Beanstandung gibt. Aber: Der Kunde ist König. Also bekommt der Herr ein neues Kölsch.
Ein paar Minuten später nimmt ein älterer Herr ein Glas Weißwein von einem Tablett meiner Kollegin. Er nippt am Wein und „phhh“ spuckt den Wein zurück ins Glas und spricht kurz mit seiner Begleitung. Die Frau kommt kurz danach zu mir an die Theke. „Mein Mann sagt, der Weißwein ist mindestens 3 Grad zu warm!“ Aha. „Mein Mann sagt, der wäre bestimmt falsch gekühlt. Nun, ich bestehe darauf, dass Sie eine neue Flasche aus dem Gefriergerät aufmachen, und zwar in meinem Beisein. Und dann hätte ich gerne zwei Gläser!“
Wie gesagt, der Kunde ist König. Also gehe ich an den Weinkühlschrank, auf dem die optimale Kühltemperatur für den Weißwein eingestellt ist, entnehme ihm eine Flasche und gieße ihr zwei Gläser ein. Sie nimmt ein Glas in die Hand, nippt kurz daran und „phhh“ spuckt den Wein zurück ins Glas. „Der Wein ist immer noch mindestens 2 Grad zu warm!“ speit sie mir entgegen. Sie knallt das Glas auf den Tresen, so dass sich eine riesige Weinpfütze bildet und quietscht: „Das ist eine Unverschämtheit! Ihren verdammten Wein können Sie behalten!“ Sprichts, dreht sich um und verschwindet in der Menge.
Jaa, „Promis“ sind eben auch nur Menschen.

Sammelsurium

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  • Carolin: Ahhh wie cool, so Mamas kennen keine Schmerzgrenze!!
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  • Carolin: Das erinnert mich an das Gedrängel auf dem Weihnachtsmarkt, wenn man - vertieft in die Ware an den Ständen...
  • Sebastian: Oh das kommt mir ein ganz klein wenig bekannt vor. :) Zu der Wohnung in der ich jetzt Wohne gehörte auch...
  • Wortman: *oha* da warst du ja echt human ;) Bei mir hätte dieser “Vermieter” ganz andere Worte gehört....