Allgemein
9. Oktober 2008 - Der Fremdkitzler
Donnerstag, Oktober 9th, 2008 | Allgemein | 4 Kommentare
Auf der Suche nach einem passenden Geschenk für eine Freundin schlendere ich durch die Stadt und lande schlussendlich im Buchladen. Nachdem ich mich höchst ökonomisch für ein Taschenbuch für sie und drei für mich entschieden habe, stelle ich mich an der Kassenschlange an. Vor mir stehen noch drei oder vier Personen, ich weiß es nicht genau, da ich noch in die Klappentexte der Bücher vertieft bin. Doch ich werde abrupt aus meinem Lesevorgang gerissen, als sich die Hand des Vordermanns in meine Richtung bewegt und sanft anfängt meine Bauchfalten zu kraulen.
Völlig überrascht lache ich laut auf. Ich kann mich gar nicht mehr halten, was dazu führt, dass sich jetzt auch der Mann vor mir umdreht. Sein Gesicht wechselt die Farbe, die Augen reißt er weit auf als er erkennt, dass ich offensichtlich nicht seine Freundin bin. Denn die steht ein paar Meter weiter am Taschenbuchstand, wie ich seinem gehetzt umherschauenden Blick entnehmen kann. Ich hingegen kann immer noch nicht aufhören zu lachen – was ihm wiederum anscheinend sehr peinlich ist, denn natürlich ruhen nun einige Augenpaare auf uns. Ich warte immer noch auf ein „Entschuldigung“, aber irgendwie scheint ihm das nicht über die Lippen zu kommen.
Warum eigentlich nicht? Manch andere Frau hätte vielleicht völlig anders reagiert. Ich hab nun mal laut gelacht, aber eine andere wäre vielleicht hysterisch geworden, hätte ihn vielleicht angeschrien, vielleicht gar geohrfeigt. Das wäre ihm sicherlich auch peinlich gewesen.
Aber nun kommt erst auch noch seine Freundin hinzu. Hätte er mich vorher nur aus dem Augenwinkel gesehen, dann wäre ihm das Missgeschick sicher nicht passiert. Sie ist nämlich exakt das optische Gegenteil von mir. Offensichtlich auch in ihrer Reaktion. Denn obwohl ich immer noch lache, reagiert sie äußerst aggressiv. „Was ist hier los?“, keift sie mit einem bissigen Ton. Er zischt kaum hörbar in meine Richtung: „Das bleibt unter uns!“
Er ringt mit den Worten, was durchaus verständlich ist, wenn man ihre blitzenden Augen vor sich hat, die auch mich endlich von meinem Lachanfall befreien. „Ich bin der Dame leider auf den Fuß getrampelt.“ „Ach, und das ist soo furchtbar witzig?“ Hilflos blicken seine Augen hin und her. „Ähm, das Witzige war, das ich gleich zweimal auf den Fuß getreten bin.“ Ahja.
Sie zerrt ihn an seinem Arm in eine andere Richtung. „Hast du etwa schon wieder geflirtet, obwohl ich daneben stand?“ Er verdreht die Augen. Und dann kommt sie doch noch, unerwartet und ganz leise. „Entschuldigung.“
20. August 2007 - Blind-Date-Fiasko
Montag, August 20th, 2007 | Allgemein, don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
An einem Freitagabend verabrede ich mich mit einem Freund in einer Restauration, die sich wie sich später herausstellen sollte, sehr passend „Rendezvous“ nennt. Wir setzen uns an einen Tisch ans Fenster, von dem man sehr gut den daran angrenzenden Platz und die im starken Regen beschirmten Menschen anschauen kann.
Gegen neun Uhr betritt eine schätzungsweise 55-jährige Frau das Lokal. Sie schüttelt sich und ihren Schirm aus und schaut sich unsicher um, einmal quer durch den Raum und wieder zurück. Schlussendlich setzt sie sich an den Tisch neben mir und meiner Begleitung. Mit ihren verkniffenen Mundwinkeln, den kurzen silbergrauen Haaren und ihrem grauen Wollkostüm erinnert sie sehr an die Bond-Chefin M.
Während wir essen und trinken und uns unterhalten, schaut sie beinahe apathisch durch das Fenster, nippt an ihrem Weißwein und schaut regelmäßig auf die Uhr. Als die Bedienung sie fragt, ob sie schon ein Gericht ausgewählt habe, antwortet sie mit spitzen Lippen, dass sie noch auf jemanden warte. Minuten vergehen, es regnet weiter, neue Getränke kommen, alte gehen und sie sitzt immer noch an ihrem Tisch wie bestellt und nicht abgeholt. Als die Eingangstür das nächste Mal aufgeht, betritt ein älterer Herr das Lokal. Er schaut sich fragend um, sein Blick trifft auf M. Sie hebt die Hand, um ihn auf sich aufmerksam zu machen. Er geht auf sie zu, fragt: „Rosemarie?“ - „Ja. Günther?“ - „Ja.“ „Setz dich.“ Aber noch bevor er sich setzen kann, kommt es wie aus der Pistole geschossen: „Du hast mich warten lassen. Eine Viertelstunde! Das ist unverschämt! So lange wartet man nicht mal auf einen Bus!“
Er verzieht die Mundwinkel, wahrscheinlich hatte er nicht damit gerechnet, dass er eine Minute nach Treffen seines Blind Dates sofort in Verteidigungsstellung gehen müsste. „Ich entschuldige mich für meine Verspätung“, sagt er förmlich. „Ich komme ja aus Düsseldorf und wegen des Regens ging gar nichts mehr auf den Autobahnen. Ich bin so schnell gekommen, wie es ging, aber das lag nun nicht mehr in meiner Gewalt. Aber es tut mir sehr leid, dass du hier auf mich warten musstest.“ Aber für M ist es mit dieser Entschuldigung nicht erledigt. Sie lässt ihren ganzen Unmut darüber, dass er sie hat warten lassen, weiter an ihm aus. Sie schimpft mit ihm, weil er seinen Schirm nicht ausgeschüttelt hat und sich nun eine Pfütze unter ihrem Tisch bildet. Sie schimpft, weil durch den Wind seine Haare wild durcheinander liegen und er „offensichtlich keinen Respekt vor ihr hat, sonst hätte er sich ja die Haare vorher gekämmt“.
Zu all dem Gemotze macht Günther eine stoische Miene und lässt sich nicht den Wind aus den Segeln nehmen. Wir hingegen sind uns einig: Wir wären schon längst gegangen, statt uns von einer Unbekannten so beschimpfen lassen zu müssen. Doch wir haben nicht mit Günther gerechnet. Der jedenfalls lässt sich nicht einfach nur beschimpfen, sondern wartet auf die passende Gelegenheit. Die kommt ein paar Minuten später. Draußen ist es mittlerweile dunkel, was den Barkeeper veranlasst, den Lichtdimmer wieder etwas heraufzudrehen, damit die Gäste auch sehen, was auf den Tellern vor ihnen liegt. Und nun ist sie da, Günthers Chance. Während meine Begleitung sagt, dass nun die romantische Stimmung dahin ist, begrüßt Günther die Erleuchtung. Das lässt er M auch spüren, als er sagt: „Das ist schön, dass die Licht anmachen, denn dann kann ich endlich mal deine Falten bewundern.“
13. August 2007 - Komike Mensche und Portemonnaies
Montag, August 13th, 2007 | Allgemein, don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
An einem Nachmittag, den ich damit verbrachte mit einem Bekannten durch die Innenstadt zu schlendern und durch Geschäfte zu bummeln, verschlug es uns zu Karstadt. Denn mein Bekannter benötigte dringend ein neues Portemonnaie, nachdem das alte gerissen war und sich das Kleingeld nun mit präziser Regelmäßigkeit über den Boden ergoss. So machten wir uns auf in die Lederwarenabteilung und fanden uns an einem dieser Wühltische wieder, auf denen sich Lederportemonnaies mit einem dezent angebrachten roten Aufkleber „-70%“ wieder fanden. Solche Verkaufstische haben eine eigenwillige Dynamik. Sie können unbegutachtet minuten- oder manchmal auch viertelstundenlang mitten im Raum stehen, nähert sich ihnen aber ein Interessent und wirft ein paar Mal ein paar der zu verkaufenden Objekte von rechts nach links, wird der Jägerinstinkt von anderen Kaufhausbesuchern angesprochen, die dann exponentiell den Wühltisch mitbevölkern. Schon nach wenigen Minuten ist es nicht mehr möglich, mal eben den Verkaufstisch von der anderen Seite zu begutachten.
In unserem Fall näherten sich bereits nach wenigen Minuten zwei Afrikaner, die munter versuchten, ihre großformatigen Reisepässe so zu knicken, dass sie in Portemonnaies passten, in welche nicht einmal die recht kleinen deutschen Personalausweise hineingesteckt werden konnten. Ihnen folgten eine Mutter und Kind. Der Junge war ungefähr sechs bis acht Jahre alt und quatschte in einem fort.
Während die Mutter sich einen Platz auf der anderen Seite des Tisches suchte, stellte sich der Junge, der mit ockerfarbenen Kordhosen und einem blassvioletten Pullover erstaunlich unmodisch gekleidet war, genau neben meinen Bekannten. Fortan wühlte er sich durch die Portemonnaies und versah jedes einzelne mit einem lautstarken Kommentar. Natürlich interessierten ihn nur die Geldbeutel, die innerhalb der Zone zwischen den beiden Armen meines Bekannten lagen. So grapschte er ihm mit seinen Kinderfingern ein ums andere Mal ein Portemonnaie direkt vor den Fingern weg. Die Mutter suchte Blickkontakt mit mir, schlug die Augen auf, zog die Augenbrauen hoch und versuchte so entweder, sich für das Verhalten ihres Sohnes zu entschuldigen, oder um Mitleid zu beten. Mitleid hatte ich dann auch mit ihr, denn was der Junge so von sich gab, war schon allerhand.
„Mama, warum musstest du denn schon wieder eine Tasche kaufen? Du hast doch schon so viele!“ Ruhig antwortete sie ihm: „Die waren doch so reduziert. Und ich brauchte noch eine für den Herbst.“ Anscheinend war dies für den Jungen keine brauchbare Aussage, denn er wendete sich meinem Bekannten zu und sagte zu ihm: „Jeden Monat kauft die sich mindestens vier Handtaschen. Mindestens. Wenn nicht mehr. Aber wenn ich so wie eben frage, ob ich was zu trinken haben darf, weil ich super durstig bin, dann sagt sie immer, nee, Florian, das ist zu teuer. Aber für Handtaschen hat sie immer Geld.“ Die Mutter errötete und wies ihn zurecht: „Florian. Das stimmt überhaupt nicht!“
„Doch, das stimmt. Und warum suchst du jetzt ein neues Portemonnaie? Brauchst du doch auch nicht! Oder ist das, in dem du immer das Geld vor Papa versteckst, kaputt? Das normale ist doch noch okay.“
Nun ähnelte das Gesicht der Mutter doch sehr der Farbe eines Feuerlöschers. „Florian! Mensch!“, schimpfte sie und zog ihn am Arm mit sich fort. Flugs waren sie aus dem Blickfeld verschwunden. Einer der Afrikaner grinste uns an: „Komike Mensche“, sagte er.
6. August 2007 - Handwerkerbeglückung
Montag, August 6th, 2007 | Allgemein, don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
In aller Herrgottsfrühe klingelt es an der Wohnungstür. Während ich mich noch wundere, wer um diese Uhrzeit klingelt, springe ich in meine Anziehsachen und öffne anschließend die Tür. Vor dieser stehen zwei Männer Ende Dreißig, die aufgrund ihrer lehmverschmierten Kleidung schnell als Handwerker identifizierbar sind. Gut, Spachtel und Lehmeimer in ihren Händen hätten ihr Übriges dazu getan.
Doch was wollen die bei mir? Das ist schnell erklärt, bei der jungen Sportstudentin nebenan soll etwas an der Außenfassade verspachtelt werden. Jedoch kommen sie von ihrem Balkon aus nicht an alle zu bearbeitenden Stellen heran, deshalb muss auch mein Balkon als Ausgangspunkt herhalten. Keine zehn Sekunden später stapfen die Handwerker durch meine Wohnung und hinterlassen eine Dreckspur samt Staubwolke wie PigPen von den Peanuts. Schnell ist irgendwas Putzartiges auf die entsprechenden Löcher in der Fassade gespachtelt, da eilen sie schon wieder mit ihren Lehmschuhen über meinen Teppich. Doch halt nein, sie haben noch was vergessen. Also noch mal zurück und immer schön über den Teppich. Wer nun denkt, damit wäre die Sache erledigt, hat die Rechnung ohne die Handwerker gemacht. Denn Handwerker kommen prinzipiell mindestens zweimal. So informieren sie mich beim Herausgehen, dass sie am nächsten Tag sowohl um sieben Uhr morgens, als auch um vier Uhr nachmittags noch einmal vorbei kommen werden. Super, und das alles für meine Nachbarin.
Nachdem ich den Nachmittag damit verbringe, sowohl Teppich als auch Wohnung von Lehmspuren zu befreien, erwarte ich nicht sehr erfreut auf den nächsten Morgen.
Um fünf vor sieben klingelt es an der Tür. Natürlich fangen die bei mir an, warum sollten die auch bei meiner Nachbarin anfangen? Dasselbe Prozedere wie am Vortag. Reingestapft, über den Teppich, Dreck verschleudert, rausgestapft, was vergessen, wieder auf den Balkon. Mittlerweile ist es zwanzig nach sieben. Ich höre, wie sie sich draußen unterhalten. „Naa, wir müssen jetzt noch was Zeit totschlagen.“ Wieso denn das, wundere ich mich. Aber er klärt mich dann auch direkt auf. „Das süße Blondchen hat doch gesagt, sie schläft immer bis halb acht. Vielleicht sehen wir sie dann noch im Nachthemd…“ Tatsächlich verquatschen sie noch ein paar Minuten auf meinem Balkon, bis sie meine Wohnung verlassen und nebenan klingeln. Natürlich mit dem Versprechen, mich nachmittags um vier noch einmal zu beehren. Ich freue mich. Ehrlich.
Viertel vor vier klingelt es erneut. Wieder Stapfen, wieder Lehm, wieder Fußabdrücke auf dem Teppich. So langsam steht es mir bis zum Hals. Natürlich fangen sie wieder bei mir an. Denn bei meiner Nachbarin an der Haustür hängt ein Zettel: „Ich schlafe. Falls ich beim ersten Mal klingeln nicht öffne, klingeln sie einfach öfter, ich bin zu Hause.“ Doch da hat sie die Rechnung ohne die Handwerker gemacht. Denn als diese bei mir auf dem Balkon einen imaginären Fleck Restputz wegschmirgeln, kommt ihnen eine großartige Idee. Warum soll man die Süße denn aus ihrem Schlaf reißen? Schließlich kann man auch von meinem Balkon über die Brüstung auf den anderen Balkon klettern. Und das tun sie dann auch. Sie stehen bei ihr auf dem Balkon, geben vor, etwas vom Putz weg zu schmirgeln und starren stattdessen durchs Fenster. Punkt vier hört man durch die offenen Fenster einen Wecker. Ein Brüll folgt, sie hat wohl die Handwerker entdeckt…
30. Juli 2007 - Von Bier, Scheinheiligkeit und dem Platz im Leben
Montag, Juli 30th, 2007 | Allgemein, don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
Ich warte an einer Bahnstation auf die Bahn, die erst in fünf Minuten kommen wird. Wie so oft ist das Vergnügen, das Glashäuschen für sich allein zu haben, nicht von langer Dauer. Denn von rechts nähert sich ein Mann in ziemlich abgerissener Kleidung. Er trägt in der einen Hand eine Flasche Kölsch und in der anderen Hand einen klirrenden Leinenbeutel, redet vor sich hin und stolpert genau auf mich zu.
„Junge Frau“, nuschelt er mir zu, „darf ich mich hier hinsetzen?“ Ich mache eine ausladende Handbewegung, die ihm zeigt, dass er sich einen der verbliebenen fünf Plätze aussuchen soll. Zielstrebig torkelt er auf den weitestentfernten Platz zu.
„Danke“, sagt er. „Die Leute haben das nicht so gerne, wenn ich mich neben die setze, weil ich immer so besoffen bin“, nuschelt er in meine Richtung. Das ist wohl wahr, wer mag schon neben jemandem sitzen, der morgens um zehn schon danach riecht, als hätte er sich mehrfach über den Boden seiner Lieblingskneipe gerollt?
Er brabbelt vor sich hin, trinkt aus der Flasche, setzt sie erst ab, als sie leer ist, um dann mit dem Flaschenhals direkt die nächste Bierflasche zu öffnen. Die leere Flasche verschwindet dann im klirrenden Leinensack. Zwei junge Mädchen in Miniröcken und Stiefeln flanieren am Glashäuschen vorbei. „Hui“, sagt er, „das sind aber mal heiße Feger.“ Dann seufzt er tief und fügt hinzu: „Aber ich bekomm solche Frauen nicht mehr, weil ich immer nur besoffen bin.“ Daran mag es liegen ja, vielleicht auch daran, dass er mindestens zwanzig Jahre älter ist.
Die Bahn fährt ein, wir steigen ins gleiche Abteil. Er nähert sich einem kleinen Jungen, neben dem noch ein Platz frei ist. „Junger Mann“, sagt er, „ist neben dir noch frei?“ Der Junge antwortet: „Nee, meine Mama ist am Fahrkartenautomaten und ich halte den Platz für sie frei.“ „Das verstehe ich“, sagt er und dreht sich herum, auf der Suche nach einem weiteren Platz. Dann beugt er sich zum Jungen herunter: „Dann geh ich jetzt da zu der Oma.“
Ein paar Reihen weiter sitzt eine Bilderbuchoma mit Pudelfrisur, Faltenrock und beiger Handtasche auf dem Schoß neben einem leeren Platz. Auf sie torkelt er nun zu: „Junge Frau, ist hier noch Platz?“ Die Oma steht auf, lässt ihn durch. Als er neben ihr sitzt, erreicht sie sein abgestandener Alkoholgeruch, sie verzieht kaum merklich die Mundwinkel. „Das ist aber nett, dass sie mich neben sich sitzen lassen. Meistens wollen die Menschen nicht, dass ich neben ihnen sitze, weil ich immer so betrunken bin.“ Mit zusammengekniffenen Lippen antwortet sie ihm: „Das ist doch selbstverständlich. Jeder hat einen Platz im Leben.“
„Da haben Sie aber Recht! Da sagen sie was Wahres.“ Er öffnet eine neue Flasche Bier und streckt sie ihr entgegen. „Stoßen sie mit mir an! Da müssen wir drauf trinken.“
Entsetzt schaut sie ihn an: „Nein!“ Schnell rafft sie ihre Tüten zusammen und steht auf. Mit einem „Das ist ja ekelhaft. Widerlich!“ verlässt sie die Bahn.
23. Juli 2007 - Der Gaffer, dein Freund und Helfer
Montag, Juli 23rd, 2007 | Allgemein, don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
Tatort Südstadt, Samstag, kurz nach siebzehn Uhr:
Ein Glasklirren treibt mich zum Nachsehen auf den Balkon. Bei einem Auto auf dem Parkplatz ist die Scheibe eingeschlagen worden. Der Nachbar steht bereits auf dem Balkon und alarmiert die Polizei, welche auch wenige Minuten später eintrifft. Die Situation ist eindeutig, Autoscheibe eingeschlagen, wahrscheinlich etwas geklaut, Täter nicht aufzufinden. Das Protokoll wird aufgenommen und ein Abschleppunternehmen kontaktiert, schließlich kann das offene Fahrzeug nicht auf dem Parkplatz unbeaufsichtigt stehen bleiben.
Kurze Zeit später ist auch der Abschleppwagen da. Nun steht aber das betroffene Fahrzeug an einer äußerst ungünstigen Lage für einen Abschleppvorgang, sodass das Auto im Herausziehen aus der Parklücke eine 90°-Wendung vollziehen müsste. Es wird hin und hergezogen, hier geschoben, dort arretiert, aufgebockt oder zurückfallen gelassen. Millimeterarbeit ist gefragt und schon bald ist klar: Alles wäre einfacher, stände das benachbarte Auto nicht derart nah. Mehrere Schaulustige haben sich eingefunden und kommentieren die Arbeit des Abschleppenden mit sehr hilfreichen Kommentaren wie: „Normalerweise tauchen doch immer dann die Inhaber auf, wenn man das Ding aufgebockt hat, oder?“ Mit stoischer Ruhe dreht er weiter an Rädchen und Zwingen, verschiebt hier ein Seil, klemmt dort ein Blockadeholz unter das hintere Rad und ignoriert die Schaulustigen. Doch es hilft alles nichts. Das Fahrzeug nähert sich beim Herausziehen aus der Parklücke bedrohlich seinem Nebenfahrzeug. Ratlos nähert sich der Abschleppende den Polizisten, um sich zu beraten. Da schreit einer der Schaulustigen dazwischen: „Wie wäre es denn, wenn wir alle zusammen das andere Auto einfach weg heben?“ Die Polizisten schauen sich kurz an, dann ist es beschlossene Sache. Zusammen mit drei Schaulustigen sammeln sich die Polizisten und der Abschleppende um das Nachbarauto, lassen es auf und nieder wippen und bewegen das Heck so Stück für Stück zur Seite bis das Auto nicht mehr gerade, sondern ebenfalls im 90°-Winkel in der Parklücke steht, ungefähr fünf Zentimeter von einem Laternenpfahl entfernt. Nun ist das Herausziehen des eingeschlagenen Autos kein Problem mehr, wieder Schräubchen, Zwingen, Seile und innerhalb kürzester Zeit steht das Auto auf dem Abschleppwagen, der alsbald die Straße verlässt. Auch die Polizisten verlassen den Tatort, ohne am Auto, welches weg gehoben wurde, eine Nachricht zu hinterlassen.
Einige Stunden später kehrt die Besitzerin des Autos zurück und findet es „verrückt“ vor. Sie läuft um das Auto herum und schaut sich alles genau an. Sie blickt auf den Laternenpfahl und schüttelt den Kopf, nein, so hatte sie nicht eingeparkt.
Ich habe Mitleid mit ihr, die ständig um sich schaut und nicht versteht, was sie sieht. Ich rufe vom Balkon und erzähle ihr, was passiert ist. Das ihr Auto „verrückt“ wurde.
Sie atmet auf, wird ruhiger. Sie hätte sich schon Gedanken gemacht, sagt sie.
Hätte es nicht die Höflichkeit und Menschlichkeit geboten,ihr zumindest einen Zettel zu hinterlassen? Die Polizei, dein Freund und Helfer, heißt es. Doch hier waren nicht die Polizisten die Helfenden, sondern die Schaulustigen, die tatsächlich einmal nicht nur im Weg waren, sondern tatkräftige Unterstützung geliefert haben.
16. Juli 2007 - Von Hitze und dem Affenhaus der Straßenbahn
Montag, Juli 16th, 2007 | Allgemein, don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
Es ist heiß, brütend heiß. In den Wohnungen staut sich die Hitze, der Asphalt qualmt. Der Großstädter flüchtet sich in Parks, unter Bäume in Biergärten oder auf schattige Balkone. Im Optimalfall natürlich nur. Denn was passiert tatsächlich, wenn der Sommer in der Großstadt ausbricht? Neurotikers Alptraum – Straßenbahnen vollgestopft mit schwitzenden Menschen. Meist versuche ich diesen Situationen zu entgehen, zu Fuß oder mit dem Rad mich fortzubewegen, doch manchmal gibt es Situationen oder Orte, welche die Bahnfahrt zwingend erforderlich machen.
Samstag besuche ich eine Freundin und ahne nichts Böses, als ich mich abends wieder auf den Weg zur Straßenbahn machte. Der Bahnsteig ist voll, völlig überfüllt.
Wie Schuppen fällt es mir von den Augen – Kölner Lichter, Riesenfeuerwerk, Zigtausende Menschen warten am Rheinufer darauf. Nur an mir ist das irgendwie vorbeigegangen. Nutzt ja alles nichts, also rein in die ankommende Straßenbahn, zusammen mit gefühlten fünftausend Menschen. Der Tag war heiß gewesen, es hatte sich, obwohl schon spätabends, noch kaum abgekühlt. Leichtbekleidete Menschen drängen sich aneinander. Glitschige Hände rutschen an den Haltegriffen ab, rutschen auf andere Hände. Menschen, von denen man nicht berührt werden möchte, berühren einen nicht nur, sondern verharren Haut an Haut. Der Geruch von vollgeschwitztem Polyester liegt in der Luft. Man kann gar nicht so lange die Luft anhalten, wie man es in diesem Moment tun möchte.
Nächste Station. Ein Mann in einem Fahrradfahreroutfit, sprich Nylon-Radlerhose und –Hemd, quetscht sich zwischen mich und eine ältere Frau. Unaufhaltsam und penetrant legt sich sein Schweißgeruch über die anderen Gerüche des Abteils. Die Bahn fährt an, er hebt die Arme um sich an einer der Halteschlaufen festzuhalten. Leider sind die ältere Frau und ich etwas kleiner als er, so dass wir nun unsere Nasen auf Höhe seiner Achselhöhlen haben.
In dem Moment, in dem ich gleichzeitig denke „Das muss die Hölle auf Erden sein“ und mir wünsche, bitte jetzt sofort ohnmächtig zu werden, wird es der älteren Frau zu viel. „Boah“, sagt sie ziemlich laut, „Arme runter! Das ist ja nicht zum Aushalten!“
Zack, sind seine Hände aus den Schlaufen verschwunden und glitschen jetzt zusammen mit unseren Händen an dem Haltegriff entlang. Die ältere Frau dreht sich weg, und murmelt dabei deutlich hörbar: „Stinkt ja wie im Affenhaus!“
Recht hat sie ja, die Frage ist nur, wer jetzt unhöflicher war…
9. Juli 2007 - Von Lutschern, Parkern und Busfahrern
Montag, Juli 9th, 2007 | Allgemein, don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
Wieder einmal fahre ich mit dem Bus durch die Stadt. So langsam komme ich zu dem Eindruck, dass Busfahren in Köln die beste Inspirationsquelle für diese Kolumne überhaupt ist. Natürlich abgesehen vom Bahnfahren.
Gemächlich tuckert der Bus durch die Stadt, diesmal scheint der Busfahrer entspannt und gutgelaunt zu sein. Jedenfalls wartete ich an der Starthaltestelle mit ihm zusammen noch circa zehn Minuten, bis er losfuhr, vorher musste erst einmal der Kaffee ausgetrunken werden. Aber das ist ja eigentlich egal, hier fährt sowieso kein Bus nach Fahrplanzeiten. Ein Bekannter von mir sagt immer, dass man an einem „Der Bus/die Bahn sollte laut Plan schon längst hier sein“ erkennt, ob der dieses äußernde Einheimischer oder Zugereister ist.
Wir tuckern also langsam die Rheinuferstraße entlang bis wir an eine Abzweigung kommen, an der der Bus links abbiegen muss, aber nicht kann. Denn auf der Geradeaus-Weiterfahrer-Spur steht ein kleines weißes Auto eines jungen Basecapträgers deutlich zu weit rechts, so dass der Bus nicht an ihm vorbeifahren kann.
Was also tut der Busfahrer? Er hupt. Aber es passiert nichts. Der Basecapträger schaut sich nicht einmal um. So hupt der Busfahrer noch einmal, länger und aufdringlicher. Wieder passiert nichts, dabei steht der Bus fast neben dem kleinen weißen Auto, dessen Fensterscheibe runtergekurbelt ist.
Also kurbelt der Busfahrer auch seine Scheibe herunter und schreit in das andere Auto: „Hey, könnteste mal ein bisschen nach links fahren, dann komm ich hier auch durch!“
Der Basecapträger schaut irritiert zur Seite, guckt den Busfahrer kurz an, dreht dann den Kopf wieder nach vorne und starrt erneut auf die rote Ampelleuchte.
Jetzt wird es dem Busfahrer zuviel. Er schreit aus dem Fenster: „Boah du Lutscher! Kannst du vielleicht mal deine Karre zur Seite fahren? Dann könnte ich vielleicht endlich hier mal vorbei!“
Ich muss lachen. „Du Lutscher“? Der Basecapträger reagiert immer noch nicht. Offensichtlich ist er taub oder schwer von Begriff. Der Busfahrer wird ungehalten. Er schreit erneut: “Du Lutscher!“ aus dem Fenster und begleitet dies mit einem steten Hupkonzert. Ich lache immer noch. Der Busfahrer schaut in den Rückspiegel und sieht mein Lachen. „Findest das lustig oder was?“, fragt er mich. Als ich mit „Ja“ antwortet, lacht er auch und sagt: „Der Lutscher!“
Die Ampel springt um auf grün, das kleine weiße Auto bewegt sich endlich von der Stelle und auch wir nähern uns nun mit dem Bus ein kleines Stückchen unserem eigentlichen Ziel der Fahrt. Obwohl es sich für solche Situationen alleine schon lohnt, Bus zu fahren.
2. Juli 2007 - Jubiläumsfazitskolumne
Montag, Juli 2nd, 2007 | Allgemein, don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
Mittlerweile schreibe ich nun schon ein Jahr die Höflichkeitskolumne. Es wird also Zeit für einen Rückblick, was alles passiert ist in diesem Jahr.
Begonnen hat alles aus einer Laune heraus mit dem Gedanken, dass es sicher viele Fälle im Alltag gibt, die durch eine Höflichkeitsbrille gesehen, interessant zu berichten wären. Dass dies allerdings so viele Phänomene sind, dass es doch relativ einfach war, ein Jahr lang jede Woche ein Phänomen zu zeigen, das erstaunt mich nun doch.
Und es sieht nicht so aus, als wäre bald ein Ende in Sicht!
Höflichkeit zieht sich durch alle Bereiche des Alltags, wenn wir uns erinnern, von reiner Kommunikation über soziales Verhalten, vom Warten in Kassenschlangen mit unerzogenen Kindern, vom Warten auf Freundinnen, die lieber Gilmore Girls gucken, von Busfahrer, Bahnfahrern, Taxifahrern. Von Freundlichkeit im Elektronikfachmarkt, unverschämten Kellnern, Bettlern und Kontrolleuren, bis hin zu Leuten, die mir im Kino den Film erklären wollen, mich verkuppeln wollen und eben jenen, die ein Anstandsstück liegen lassen. Höflichkeitsphänomene sind so allgegenwärtig, dass sie kaum noch auffallen.
Ist es nicht faszinierend, dass die Masse der Deutschen, wenn sie befragt werden, behaupten, dass Höflichkeit als Wert für sie sehr wichtig sei und dass die Phänomene, die ich beobachtete, da doch teilweise eine ganz andere Sprache sprechen?
Doch Gott sei Dank gibt es ja auch noch die Ausreißer auf der höflichen Seite. Busfahrer, die ein Ticket verschenken, Taxifahrer, die einem „Joot Naach!“ durch die Nacht hinterherbrüllen, Nachbarn, die sich für laute Waschmaschinen entschuldigen.
Eines allerdings hat sich in diesem Jahr verändert. Natürlich nicht das Verhalten der Deutschen in ihrer Gesamtheit, nein, das nun doch nicht.
Aber in meinem Freundeskreis hat sich mittlerweile ein Bewusstsein für Höflichkeit entwickelt. Mir werden Türen aufgehalten, mir wird die Jacke abgenommen und aufgehängt, ich werde freundlich und höflich gegrüßt und verabschiedet. Bei mir meldet man sich ab, wenn eine Verabredung ausfallen muss, und das nicht nur kurzfristig, sogar eine zweiminütige Verspätung wird per Kurzmitteilung mitgeteilt.
Auf den Punkt bringt es ein Freund, mit dem ich zusammen mit einem Bekannten einen Kaffee trinken gehe. Der Bekannte holt sein Mobiltelefon heraus und beginnt eine Kurzmitteilung zu verfassen. Mein Freund wendet sich zu ihm und sagt: „Das ist unhöflich! Ich würde das nicht machen!“ Der Bekannte antwortet darauf: „Wieso?“
„Na, nachher schreibt sie noch die nächste Kolumne über dich!“
25. Juni 2007 – Von alten Bekannten, Smalltalk und Kaffeeeinladung-Vermeidungsstrategien
Montag, Juni 25th, 2007 | Allgemein, don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
Zu Weihnachten bekam ich eine Karte von einer Bekannten, die mit mir zur Schule gegangen war. Wir blieben noch circa zwei Jahre danach in Kontakt. Bis ich sie auf dem Arbeitsamt traf, was ihr schrecklich unangenehm war, und sie damit kompensieren wollte, dass sie versuchte, mich schlecht darzustellen, schließlich war ich ja arbeitslos. Ich habe sie mittlerweile mehr als fünf Jahre nicht mehr gesehen und so fand ich es äußerst seltsam, diese Karte zu erhalten, auf der in vielen Worten nur eins stand: Bitte melde dich wieder bei mir.
Sie pries die frühere Freundschaft, die ihr sehr fehlen würde und ich fand das Ganze ziemlich seltsam, vermisste sie doch eine Freundschaft, die bereits seit mehr als fünf Jahren gestorben war. Von ihrer Seite aus übrigens. Ich entschied mich, auf ihre Karte nicht zu antworten.
Doch ich hätte es eigentlich wissen müssen, dass man so einfach nicht davon kommt und dass auch die Welt ein Dorf ist. Erst recht, wenn man gemeinsame Wurzeln in der gleichen Stadt hat. Nun, ich wohne nicht mehr in dieser Stadt, doch auch ich besuche ab und an meine Eltern und als ich dies am Wochenende tun wollte, kam es wie es kommen musste.
Als ich die Treppen zum Bahnsteig erklimme, strahlt mir ein bekanntes Gesicht entgegen, nämlich ihres. Sie hat sich so positioniert, dass ich ihr nicht entkommen kann. Und vor uns liegt eine längere Zugfahrt. Sie überhäuft mich mit Wortschwällen, sodass ich kaum zu Luft komme. Was ich jetzt mache, wo ich arbeite, wo ich wohne. Mir ist es immer lieber, dass Leute in solchen Smalltalksituationen über sich reden anstatt dass ich Gott und der Welt von mir erzähle und so versuche ich, sie zum Reden über sich zu animieren.
„Und was hast du gemacht seitdem?“ - „Ich hab gearbeitet, dann war ich wieder arbeitslos anderthalb Jahre, jetzt arbeite ich wieder seit März.“ „Wohnst du immer noch daheim?“ - „Ja, aber natürlich nur wegen dem Geld.“ Von ihrer Seite ist das Gespräch jetzt erschöpft, sie hat noch immer genauso wenig zu erzählen wie früher. Stattdessen beginnt sie nun wieder mir Fragen zu stellen. Scheinbar ist ihr aufgefallen, dass es ziemlich traurig ist, dass sie nach fünf Jahren immer noch da steht, wo sie stand, als ich sie das letzte Mal gesehen hatte. Jedenfalls beginnt sie in der für sie typischen Art und Weise, mich schlecht zu reden. „Du studierst immer noch? Muss ja schlimm sein, mit so wenig Geld auszukommen!“ „Ja ich hab ja gehört, dass du beim Christian ausgezogen bist.“ - „Ja das stimmt, aber schon vor fast zweieinhalb Jahren.“ „Du musst ja ziemlich gelitten haben, dass du alle Kontakte mit Leuten, die dich an ihn erinnerten abgebrochen hast, damals.“ Innerlich wehrt sich alles dagegen. Denn das ist reiner Schwachsinn, und das weiß sie mit Sicherheit auch. „Nein, habe ich nicht. Schließlich habe ich mich auch von ihm getrennt.“
In dem Stil geht es weiter. „Wie schade es ist, dass du nicht mehr mit ihm zusammen bist. Ihr wart so ein schönes Paar. Und mittlerweile wärt ihr bestimmt verheiratet.“ Super, denn das ist das zu erreichende Ziel in der Stadt, aus der ich stamme. Heiraten. Und Kinder kriegen. Und verdammt, ich bin schon zu alt und immer noch unverheiratet. Schrecklich. Kann ich mich doch gar nicht mehr blicken lassen daheim. Ein Wunder, dass es immer noch Menschen gibt, die mich trotzdem mögen.
Endlich kommen wir an. Ich nehme meine Taschen, sie kommt auf mich zu, schaut mich eindringlich an. Wie schnell ist es dahin gesagt, ein „wir müssen unbedingt mal wieder zusammen einen Kaffee trinken gehen“ oder ein „ich ruf dich an“. Ist man eher passiver veranlagt, rutscht einem flott ein „ruf mich einfach an, wenn du Zeit hast“ oder ein „melde dich“ heraus. Ich bin mir dessen sehr bewusst und beiße mir auf die Zunge, denn das, nein, das will ich nicht. Sie stellt ihre Tasche ab und umarmt mich. Ohne dass ich das will. Nein, ich werde das nicht sagen. Ich will keinen weiteren Kontakt zu ihr. Ich nehme meine Taschen, sage „dann mach es mal gut!“ und gehe.
Sammelsurium
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Bei mir hätte dieser “Vermieter” ganz andere Worte gehört....