15. Oktober 2007 - Der beinahe perfekte Gastgeber
Montag, Oktober 15th, 2007 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | Comments Off
Gastfreundschaft ist ein Wert, der anscheinend in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung verliert. Wo Mutti früher noch tagelang in der Küche stand um kulinarische Meisterwerke vorzubereiten, Gästezimmer herausgeputzt wurden und das Haus mit Blumen dekoriert wurde, um es dem Gast so angenehm wie möglich zu machen, sieht das heute doch meist ganz anders aus. Seit dem ich aus dem Alter für einen Englandaustausch heraus bin, übernachte ich selten bei gestandenen Hausfrauen, sondern bei Freunden und Bekannten in meinem Alter. Da kann man schon froh sein, wenn man eine Klappcouch vorfindet und ein frisch bezogenes Bettzeug, welches nicht nach dem Vorbesuch riecht. Oder wenn in deinem Beisein eine Matratze unter dem Bett hervorgezogen wird, auf der sich der Staub von mindestens einem Jahr befindet, die dann mit einer dünnen Decke dekoriert wird.
Doch ein Besuch bei einem Freund in einer großen deutschen Stadt für mehrere Tage entwickelt sich zu einer wahren Herausforderung. Er muss tagsüber arbeiten, während ich mir die Stadt ansehe. Da er morgens bereits in aller Herrgottsfrühe das Haus verlässt, schlägt er eine Regelung vor. „Du kannst dich hier bedienen wie du willst, es ist alles da. Und dann treffen wir uns abends in der Stadt und essen zusammen was.“ Alles klar, denke ich mir, das schaffe ich schon. Der Moment der ersten Frustration geschieht, als ich am Morgen aufstehe und in die Küche gehe, um mir einen Kaffee zu machen. Kein Kaffee, keine Milch. Nur Instantbrühe. Gut, dann wohl das. Dann suche ich irgendetwas Essbares zum Frühstück. Ich finde kein Brot, kein Knäcke, aber Cornflakes, ohne Milch. Stattdessen im Schrank: Diätpudding und Kakao in Packungen. Massenweise. In meinem Ohr schallt es: „Bedien dich, es ist alles da.“ Was denkt der, wovon ich mich ernähre?
Ich lass meinen Instantkaffee stehen und verlasse das Haus. An einer Bäckerei kaufe ich einen ordentlichen Kaffee und ein belegtes Brötchen. Den Tag über schlendere ich durch die Stadt, genieße meine freie Zeit und freue mich auf abends. Auf ein schönes gemütliches Essen in einem schönen Lokal und danach noch auf eine Unternehmung oder eine gute Unterhaltung, schließlich haben wir uns schon über ein Jahr nicht gesehen. Ab nachmittags wütet der Hunger in mir, doch ich versage mir, etwas zu essen, in Gedanken an das feine Mahl am Abend. Endlich ist der vereinbarte Zeitpunkt da, ich warte und warte. Er verspätet sich um eine halbe Stunde, es wäre noch viel zu arbeiten gewesen. Telefone gibt es in dieser Großstadt sicher nicht.
Ich frage, wo wir nun hingehen sollen, woraufhin er sagt, dass er das auch nicht wüsste. Was ich denn machen wollen würde? „Na, ist doch klar. Ich hab doch schon seit Stunden Hunger“, sag ich, „ich dachte, wir wollten Essen gehen!“ „Och nö“, antwortet er, „ich hab heute schon im Büro gegessen.“ Super. Weil es so schön warm ist und in Gedanken daran, dass es dort auch Essen gibt, schlage ich vor in einen Biergarten zu gehen. Wir finden einen freien Platz, ich bestelle etwas zu essen. Als endlich das Essen vor mir steht und ich halb verhungert darüber herfalle, verfällt er in einen Monolog darüber, wie doof es ist, wenn nur einer isst. Und außerdem ist das Essen völlig überteuert, das hätte er mir zu Hause ja viel billiger kochen können. Und es schmecke bestimmt nicht einmal. Da hat er leider Recht, aber ich beiße mir auf die Zunge, das muss ich ihm ja nicht auch noch sagen.
Gegen halb acht abends äußert er den Wunsch nach Hause zu gehen, es wäre spät genug, und er müsste ins Bett. Ich hab ja keine Wahl, also gehe ich mit, obwohl für mich der Abend gerade erst angefangen hat. Zuhause angekommen verabschiedet er sich von mir, sagt noch: „Aber morgen gehen wir bestimmt essen!“, gähnt ein paar Mal. Betont noch einmal, dass er jetzt dringend ins Bett muss und schließt die Tür hinter sich. Noch zwei Stunden lang höre ich Tastaturgeklapper, während ich es mir mit meinem Buch auf der staubigen Matratze auf dem Boden bequem mache. „Morgen“, denke ich, „morgen ess ich auch vorher.“
8. Oktober 2007 - Tabakverwirrung
Montag, Oktober 8th, 2007 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
Es gibt Dinge im Alltagsleben, die sich ständig wiederholen. Gut, kann man sagen, Zähneputzen, Müll rausbringen, Haare waschen. Aber auch zwischenmenschlich passiert einiges immer und immer wieder. Dass zum Beispiel auf „Wie geht’s?“ in 99% der Fälle mit „gut“ geantwortet wird. Aber auch das, was mir in der Mittagspause passiert, geschieht häufiger:
Einer meiner Kollegen fragt mich: „Hast du mal ne Zigarette für mich?“ – „Nein, tut mir leid, ich rauche nicht.“ Auf der Arbeit passiert das, an der Bahnstation, der Bettler vorm Supermarkt fragt mich das, Bekannte fragen auf Parties.
Meist ist das schnell abgehandelt, mit einem kurzen „Nein“ erledigt sich das weitere Gespräch. Mit einem „Ja“ und der Übergabe einer Zigarette ebenso schnell.
Doch nicht jeder lässt sich so schnell abwimmeln. Während ich mit meinem Freund Sebastian am Bahnsteig auf unseren Zug warte, kommt es zu dieser seltsamen Begegnung:
Ein gepflegter und ordentlich gekleideter Mann mittleren Alters kommt auf uns zu und spricht uns an: „Entschuldigen Sie, ist einer von Ihnen Raucher?“ Die Frage entspricht nicht dem üblichen nach-einer-Zigarette-fragen-Schema, deshalb bin ich kurzfristig verwirrt. „Wieso?“, antworte ich. Er schaut mich entgeistert an. „Geben Sie mir eine Zigarette aus?“ Ah. Jetzt verstehe ich. „Nein, tut mir leid, ich rauche nicht“, antworte ich. Er schaut Sebastian an: „Und Sie?“
Sebastian schaut verwundert, holt aber seine Zigarettenpackung aus der Hosentasche, öffnet sie und stellt fest, dass nur noch eine Zigarette darin verblieben ist. So schaut er den Mann an und sagt ihm: „ Es tut mir leid, das ist meine letzte, die würde ich gerne behalten.“
Ich erwarte eigentlich, dass er sich bedankt, sich umdreht und geht. Aber stattdessen fragt er: „ Aber wenn es nicht die letzte gewesen wäre, hätten Sie es gemacht?“
Jetzt schaut nicht mehr nur Sebastian verwundert. Was soll denn das, bitte? Genervt antwortet Sebastian: „Wahrscheinlich.“ Der Mann setzt ein seltsam entrücktes Grinsen auf, sagt „na dann“ und geht ein paar Meter weiter zu einem Wartehäuschen.
Ein paar Minuten vergehen und durch das Wartehäuschen aus Glas ist zu erkennen, dass er seltsame Verrenkungen macht. Etwas später kehrt er zu uns zurück, in der Hand eine selbstgedrehte Zigarette. Offensichtlich kamen die Verrenkungen vom Zigaretten drehen. „Haben Sie denn wenigstens Feuer?“, fragt er.
Sein „wenigstens“ hört sich an, als hätten wir einem Hungernden das kleinste Stückchen Brot weggenommen, um es in unsere vollen Einkaufstüten zu stecken. Sebastian entgegnet „natürlich“ auf den impliziten Vorwurf und gibt ihm Feuer, so dass der Mann sich seine Selbstgedrehte anzünden kann. Dieser zieht einmal an der Zigarette, lächelt selbstzufrieden und sagt dann triumphierend: „Na bitte, geht doch!“
1. Oktober 2007 - Die Anstarrschwelle
Montag, Oktober 1st, 2007 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
Wer aufmerksam durch die Welt läuft, sieht allerhand. Ungewöhnliche Fahrzeuge, niedlich eingerichtete kleine Läden, unglaublich aufeinander gestapelte Gegenstände. Doch viel häufiger bleibt unser Blick an Menschen hängen. Da sehen wir unmöglich gekleidete Menschen, von Eis verschmierte Kinder, lilagefärbte Damen auf motorisierten Einkaufswägen und Fahrradfahrer in seltsamer Kleidung mit Reflektor-Lampenstirnband in der Straßenbahn. Es liegt in unserer Natur, dass wir uns ungewöhnliches anschauen. Doch wo genau hört interessiertes Angucken auf und geht in aggressives Anstarren über?
Es gibt keine Regel, die sagt, starr nicht länger als 20 Sekunden in den Einkaufswagen in der Schlange hinter dir und hebe erst recht nicht im Anschluss den Blick, um dir die Person zum Einkaufswagen anzuschauen. Wie lange darf man die Person, die einem in der Straßenbahn gegenüber sitzt, diskret mustern? Die Antwort – ich hab keine. Normalerweise gibt es dieses Gefühl, das meist dann auftaucht, wenn Blickkontakt hergestellt wird, das einen zum Wegblinzeln bringt und somit sagt: Es ist genug. Doch was, wenn dieses Gefühl nicht kommt, oder vielleicht gar nicht vorhanden ist?
Dann sieht man Leute, deren Starren so aufdringlich und unangebracht ist, dass sie sogar Unfallstellen versperren.
Doch solches gibt es auch im Kleinen, wie mir letzte Tage bewusst wurde:
Ich sitze mit einer Freundin an einer Bahnstation, auf einer Bank warten wir auf eine andere Freundin. Aus einer ankommenden Bahn steigt ein Herr mittleren Alters, bleibt ungefähr einen Meter neben uns stehen und starrt meine Freundin unverhohlen an. Sie dreht sich mehr zu mir, wir reden ein paar Minuten weiter, während er zwar ab und an wegschaut, aber immer wieder den Weg für seinen Blick zurückfindet. Langsam wirkt sein Starren nicht nur unangenehm, sondern äußerst störend und unangemessen. Mirja ergreift die Initiative und fragt den Mann in einem herrischen Ton: „Ist was?“ Erstaunt antwortet er: „Nein, wieso?“ „Und warum starren Sie mich die ganze Zeit an?“ Er antwortet: „Ich starre Sie nicht an. Träumen Sie weiter!“ Er dreht sich um und schaut eine halbe Minute in eine andere Richtung. Anscheinend hält er das aber nicht länger aus, denn er dreht sich wieder um und starrt erneut Mirja an. Die hat langsam aber die Nase voll. „Was ist denn los, warum starren Sie mich an?“ Er lässt ein paar Sekunden verstreichen, dann sagt er: „Ihnen ist kalt was?“ - „Wieso?“ Die Antwort folgt auf den Fuß:„Ich kann ihre Brustwarzen sehen!“
Mirja springt erregt auf. „Sie spinnen ja wohl. Entweder sie gehen jetzt hier weg, oder ich rufe die Polizei.“ In diesem Moment fährt eine Straßenbahn ein. Der Mann sprintet zur Tür, steigt schnell ein und schreit durch die noch geöffneten Türen nach draußen: „Tolle Brustwarzen!“ Mirja schnappt nach Luft. Es dauert eine Zeit, bis sie sich wieder beruhigt.
Normalerweise klappt das mit dem Gefühl des Wegblinzelns. Vorausgesetzt die Augen des angestarrten Opfers liegen im Blickfeld des Betrachters.
24. September 2007 - Das Ankleide-Fiasko
Montag, September 24th, 2007 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
Die wahren Dramen spielen sich in Umkleidekabinen ab. Manche auch davor.
Während man innerhalb der Umkleide nachdem man feststellte, dass das man das Hosenbein nicht über den Oberschenkel gezogen bekommt, die Möglichkeit hat, die Hose flink wieder auszuziehen, auf den Haken zu hängen und das Geschehene sofort zu vergessen, gibt es diese Möglichkeit vor der Umkleidekabine nicht mehr. Denn auf dem kollektiven Schauplatz der Eitelkeiten wird gnadenlos jede Schwäche bloßgelegt und während ich mit meiner Freundin im Kabinengang auf eine freie Umkleide warte, werden wir Zuschauer eines wunderbaren Schauspiels.
Eine junge Frau tritt auf den Kabinengang. Durchschnittlich groß, dafür aber unterdurchschnittlich dünn sieht sie etwas verloren aus in ihrer anprobierten schwarzen Stoffhose. Wie vom Licht angezogene Motten schwirren sofort zwei Verkäuferinnen um sie herum. Mit einem „uuuund, meine Liebe, sind sie zufrieden?“, wird sie angesprochen. „Nun … ja“, druckst die Frau herum, „eigentlich finde ich, ist die Hose viel zu groß.“ „Meine Liebe, hier fangen ja auch die Größen erst bei Größe 38 an.“ Die andere Verkäuferin fügt hinzu: „ Und das sieht ja ein Blinder, dass Ihnen eine 38er-Hose noch zu groß ist.“ Am Ende des Kabinenganges sitzt eine Frau und wartet auf ihre Tochter, die sich gerade umzieht. Auch sie mischt sich jetzt ein: „ Na, Sie sind ja auch wirklich viel zu dünn. Essen Sie denn nicht genug?“ Der jungen Frau fällt beinahe die Kinnlade runter. Sie möchte sich umdrehen, zurück in die Kabine und wieder in ihre normale Hose schlüpfen. Doch es gelingt ihr nicht, denn eine der Verkäuferinnen hält sie am Hosenbund zurück, während die andere bereits mit Stecknadeln beginnt die Hose abzustecken. „Das ist doch gar kein Problem! Das können wir doch schneidern lassen!“
Nur wenige Augenblicke später betritt eine andere Frau den Kabinengang, um sich eine bereits anprobierte Hose in einer Nummer größer zu holen. „Ach, das mache ich doch gerne für Sie!“, trompetet ihr eine der Verkäuferinnen entgegen. „Das ist eine 44er-Hose“, sagt die Frau und übergibt der Verkäuferin die Hose. Diese kommt auch flink mit einer neuen Hose über den Arm zurück. „Hier bitte.“ „Welche Größe ist das jetzt?“ - „42.“ – „Aber eben hatte ich 44!“ – „Aber das ist doch Stretch! Und außerdem sehen die Hosen besser aus, wenn sie eng anliegen!“
Tatsächlich nimmt die Frau die Hose entgegen und schlüpft in ihre Kabine zurück. Endlich wird auch für mich eine Kabine frei. Als ich dabei bin, mich umzuziehen, wird der Vorhang ein Stückchen beiseite geschoben. „Kann ich Ihnen helfen?“
„Oh mein Gott“, denke ich, laut sage ich aber: „Nein danke, ich komme schon zurecht.“ Die Verkäuferin verschwindet auf der Suche nach einem nächsten potenziellen Opfer. „Bloß nicht ermutigen“ und vor allem „Bloß nicht rausgehen, denk an die Hyänen!“, denke ich mir und halte den Vorhang schön geschlossen.
17. September 2007 - Die Kassenschlange des Grauens
Montag, September 17th, 2007 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz, welches besagt: Je kleiner der Einkauf, umso länger die Zeit, die man in der Kassenschlange verweilt. Dieses Gesetz trotz besseren Wissens missachtend, mache ich mich an einem frühen Abend auf den Weg zum nächstgelegenen Supermarkt. Mit Salat und Tomaten bewaffnet bahnte ich mich zur Kassenschlange durch, die bereits eine ansehnliche Länge erreicht hatte. Direkt vor mir standen Vater und Tochter, eine niedlich angezogene, maximal Sechsjährige, die ihren Vater, sagen wir es relativ neutral, ganz schön nervt.
„Papa, ich will ein Überraschungsei!“ Oh, denke ich mir, klassische Kassenszene. „Jule“, antwortet er, „wir waren heute schon im Zoo, sind mit dem Schiff gefahren und dem Karussell. Und du hast schon einen Pudding gehabt.“ Interessant, doch ob Jule das auch so sieht? „Paaaapaaa“, plärrt es ungefähr 10 cm vor meinem Ohr.
Was Papa antwortet, höre ich leider nicht, denn ich bin damit beschäftigt, mich umzudrehen und mir das alte Mütterchen anzugucken, das mir mit Schwung mit ihrem Einkaufswagen in die Hacken gefahren ist. Die Frau, die am Kopf der Schlange steht, und damit gerade von der Kassiererin bedient wird, verlässt die Schlange. Als der Papa sie fragt, was los ist, antwortet sie: „Ich hab Martini vergessen“ und eilt davon. Die Kassiererin schiebt die verbleibenden Waren über den Scanner und wartet dann darauf, dass die Frau zurückkommt. Genauso wie die wartende Kassenschlange. Nach drei Minuten kehrt die Frau zurück, mit Martini, Eiern und Cola schlängelt sie sich an den wartenden vorbei und legt ihre Ware aufs Band. Die Annahme, es gehe jetzt weiter, bringt die alte Frau hinter mir dazu, mir erneut in die Hacken zu fahren.
„Paaaapaaa, ich will ein Eis!“ Jule quängelt. Während der Martini über den Scanner geschoben wird, verlässt die dazugehörige Frau erneut die Kassenschlange. „Ich bin sofort wieder da“, ruft sie der Kassiererin zu. Dauert auch nicht lange, sie muss ja nur Milch und Salami und Gummibärchen besorgen, während alle anderen dumm auf sie warten. „Jule, wir waren heute schon im Zoo, sind mit dem Schiff gefahren und dem Karrussel. Und du hast schon einen Pudding gehabt. Es gibt kein Eis mehr!“
Langsam beginnt es, an meinen Nerven zu zehren. Endlich ist die Frau abkassiert und während Jule noch quängelt, bezahlt auch ihr Vater. Die Frau hinter mir nutzt die Chance, mir noch einmal in die Hacken zu fahren. Alle guten Dinge sind drei, also wer würde sich über dreimal Einkaufswagen in den Hacken schon ärgern? Während ich meinen Salat und die Tomaten bezahle, verlassen Jule und ihr Vater den Laden.
Doch als ich die Schiebetüren hindurchgehe, werde ich erneut Zeuge, dass Jule mit ihrem Vater noch nicht fertig ist, mit dem sie vor einem dieser bezahlbaren, motorisierten Kinderlokomotiven steht. „Paaapaaaa, ich will Eisenbahn fahren!“
„Jule, wir waren heute schon im Zoo, sind mit dem Schiff gefahren und dem Karrussel. Und du hast schon einen Pudding gehabt. Das muss für heute reichen!“, höre ich den Vater sagen. Ich gehe um die Straßenecke und noch als ich meine Haustür aufschließe, höre ich Jule kreischen. Das Grauen hat einen Namen: Kassenschlange.
3. September 2007 - Bier für den Macho
Montag, September 3rd, 2007 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
Mein Arbeitskollege Marco ist dreiundzwanzig, ca. 1,80 Meter groß und hält sich für den heißesten Typen unter der Sonne. An diesem Selbstbild stört ihn auch nicht, dass er immer noch in einer Ausbildung zum Bürokaufmann steckt oder dass er bereits sehr deutliche Anzeichen einer Vorderglatze trägt. Nein, Marco hält sich für unwiderstehlich mit seiner solariengebräunten Haut, seinem von der Bildzeitung vermitteltem Weltwissen, dem tiefergelegten nachtblauen alten Golf und seinem Zimmer zu Hause bei seinen Eltern. Denn all diese Benefits geben Marco die Möglichkeit, die Menschen, denen Marco begegnet, zu beurteilen und auf seiner hot-or-not-Skala zu verorten.
Heute verschlug es Marco mit mir zusammen an den Bierausschank. Charmanterweise hält er sich mit seiner Meinung über das weibliche Geschlecht nicht zurück während er Bier zapft, obwohl die Kundschaft lediglich durch eine Theke von ihm getrennt ist. So spricht er zwei Männer, die gerade bei ihm Pils bestellt hatten, auf zwei vorbeilaufende Frauen an: „Schauen Sie sich mal die an, die sehen doch aus, als wären die gerade mit dem Wohnwagen aus Polen gekommen.“ Während ich noch „Marco!“ zischel, lachen die beiden Männer mit Marco und ziehen über die weißen Leggings einer der Frauen her. Als er fertig ist, ziehe ich ihn zur Seite und ermahne ihn. Er versteht meine Ausführungen zur Kundenfreundlichkeit wohl nicht so ganz, denn zu seiner Verteidigung bringt er lediglich ein „wenn es doch stimmt, haste die nicht gesehen, wie die aussahen?“ hervor.
Neue Kunden verlangen unsere Aufmerksamkeit und wollen bedient werden. Am Ende der Schlange stellen sich zwei junge Frauen an. Schon hat Marco eine von ihnen als neues Opfer erspäht. Er dreht sich zu einem der biertrinkenden Männer am Tresen um und sagt: „Mit so fetten Schenkeln würde ich mich nicht in eine Leggins quetschen. Die sieht ja schlimmer aus, als ne Leberwurst.“ Die Männer lachen laut und klatschen ihre Hände gegeneinander.
Minuten später hat die junge Frau in Leggins die Theke als Kopf der Schlange erreicht. Sie bestellt ein Pils und nestelt an ihrer Handtasche herum. Als Marco das Bier vor sie hinstellt, nimmt sie es in die Hand und schüttet es mit starkem Schwung in sein Gesicht. Völlig verdutzt schaut er sie an. „Boah, wat soll das denn!“, brüllt er.
„Das ist für die fetten Schenkel, du Arsch“, sagt sie ruhig, dreht sich um und geht.
Bravo, denke ich, bravo!
27. August 2007 - Freundlichkeit hat einen Namen
Montag, August 27th, 2007 | don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
Neulich besuchte ich mit einer Freundin eine Filiale einer bekannten rot-goldenen Fastfoodkette. Es war nicht voll; wir waren die Einzigen, die sich an der Theke anstellten. Mit einem genervten Gesichtsausdruck näherte sich eine Mitarbeiterin, auf deren Namensschild „Freundlichkeit hat einen Namen“ stand.
Und darunter: Anja Müller. Freundlich klang ihr aufmüpfiges „Ja, bitte?“ allerdings eher nicht.
Meine Freundin begann mit ihrer doch recht umfangreichen Bestellung. „Ich bekomme einmal das Big Irgendwas Maxi Menü mit großen Pommes.“ Abschätzig schaute die Bedienung sie an. „Getränk?“, presste sie aus dünnen Lippen hervor.
„Cola, bitte.“ – „Alles?“ – „Nein, ich bekomme noch zwei Cheeseburger, einen Vanillemilchshake und eine Apfeltasche.“
Wortlos drehte sich die Bedienung um und ging zu ihrem Kollegen an die Friteuse. Auf Grund der ungewohnten Ruhe im Lokal mussten wir mit anhören, wie Frau Müller mit ihrem Kollegen über meine Freundin sprach. „Was brauchst du?“, fragte sie der Kollege, der die Pommes frites eintütete. „Eine große Pommes für die fette Kuh da vorne.“
„Na“, sagte der orientalisch aussehende Kollege, „das sagt man nicht.“ – „Na, wenn es doch stimmt? Schau die dir doch an. Kein Wunder, dass die so fett ist, wenn die das alles frisst.“
Ich versuchte meine Freundin in ein Gespräch zu verwickeln, damit sie nicht zuhören musste, wie sich Frau Müller über sie regelrecht hermachte. Doch es gelang mir nicht. Wie paralysiert starrte meine Freundin die rotgekleidete Bedienung an, als könnte sie es nicht fassen, was vor ihren Augen geschah. Denn diese hatte mittlerweile sowohl Standort als auch Kollegen gewechselt, nachdem sie unwirsch die Pommes frites auf das Tablett hatte fallen lassen. Nun stand sie an der Getränkeanlage und ließ Cola in einen Becher laufen. Sie wendete sich zu einem anderen Kollegen, der anderweitig beschäftigt war, stupste ihn an, zeigte auf meine Freundin und sagte: „Bah! Wie kann man denn nur so fett sein und einfach immer weiter fressen? Abartig!“
Ihr Verhalten verschlug nun auch mir den Atem. Das Ganze wickelte sich innerhalb kürzester Zeit ab und wie es so oft geschieht, fiel uns keine passende Entgegnung ein. Die Bedienung komplettierte die Bestellung und mit einem süffisanten Grinsen wünschte sie einen „Guten Appetit!“
Dann wand sie sich mir zu. „Und für Sie?“ Ich versuchte, sie mit einem kalten Blick zu fixieren und antwortete: „Ich brauche nichts mehr. Die Bestellung war für uns zwei!“ Sie funkelte mit ihren Augen zurück. „Ph“, sagte sie, „dann…“ und drehte sich um, um erneut mit ihrem Kollegen zu reden.
Freundlichkeit hat einen Namen – ihren nicht!
20. August 2007 - Blind-Date-Fiasko
Montag, August 20th, 2007 | Allgemein, don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
An einem Freitagabend verabrede ich mich mit einem Freund in einer Restauration, die sich wie sich später herausstellen sollte, sehr passend „Rendezvous“ nennt. Wir setzen uns an einen Tisch ans Fenster, von dem man sehr gut den daran angrenzenden Platz und die im starken Regen beschirmten Menschen anschauen kann.
Gegen neun Uhr betritt eine schätzungsweise 55-jährige Frau das Lokal. Sie schüttelt sich und ihren Schirm aus und schaut sich unsicher um, einmal quer durch den Raum und wieder zurück. Schlussendlich setzt sie sich an den Tisch neben mir und meiner Begleitung. Mit ihren verkniffenen Mundwinkeln, den kurzen silbergrauen Haaren und ihrem grauen Wollkostüm erinnert sie sehr an die Bond-Chefin M.
Während wir essen und trinken und uns unterhalten, schaut sie beinahe apathisch durch das Fenster, nippt an ihrem Weißwein und schaut regelmäßig auf die Uhr. Als die Bedienung sie fragt, ob sie schon ein Gericht ausgewählt habe, antwortet sie mit spitzen Lippen, dass sie noch auf jemanden warte. Minuten vergehen, es regnet weiter, neue Getränke kommen, alte gehen und sie sitzt immer noch an ihrem Tisch wie bestellt und nicht abgeholt. Als die Eingangstür das nächste Mal aufgeht, betritt ein älterer Herr das Lokal. Er schaut sich fragend um, sein Blick trifft auf M. Sie hebt die Hand, um ihn auf sich aufmerksam zu machen. Er geht auf sie zu, fragt: „Rosemarie?“ - „Ja. Günther?“ - „Ja.“ „Setz dich.“ Aber noch bevor er sich setzen kann, kommt es wie aus der Pistole geschossen: „Du hast mich warten lassen. Eine Viertelstunde! Das ist unverschämt! So lange wartet man nicht mal auf einen Bus!“
Er verzieht die Mundwinkel, wahrscheinlich hatte er nicht damit gerechnet, dass er eine Minute nach Treffen seines Blind Dates sofort in Verteidigungsstellung gehen müsste. „Ich entschuldige mich für meine Verspätung“, sagt er förmlich. „Ich komme ja aus Düsseldorf und wegen des Regens ging gar nichts mehr auf den Autobahnen. Ich bin so schnell gekommen, wie es ging, aber das lag nun nicht mehr in meiner Gewalt. Aber es tut mir sehr leid, dass du hier auf mich warten musstest.“ Aber für M ist es mit dieser Entschuldigung nicht erledigt. Sie lässt ihren ganzen Unmut darüber, dass er sie hat warten lassen, weiter an ihm aus. Sie schimpft mit ihm, weil er seinen Schirm nicht ausgeschüttelt hat und sich nun eine Pfütze unter ihrem Tisch bildet. Sie schimpft, weil durch den Wind seine Haare wild durcheinander liegen und er „offensichtlich keinen Respekt vor ihr hat, sonst hätte er sich ja die Haare vorher gekämmt“.
Zu all dem Gemotze macht Günther eine stoische Miene und lässt sich nicht den Wind aus den Segeln nehmen. Wir hingegen sind uns einig: Wir wären schon längst gegangen, statt uns von einer Unbekannten so beschimpfen lassen zu müssen. Doch wir haben nicht mit Günther gerechnet. Der jedenfalls lässt sich nicht einfach nur beschimpfen, sondern wartet auf die passende Gelegenheit. Die kommt ein paar Minuten später. Draußen ist es mittlerweile dunkel, was den Barkeeper veranlasst, den Lichtdimmer wieder etwas heraufzudrehen, damit die Gäste auch sehen, was auf den Tellern vor ihnen liegt. Und nun ist sie da, Günthers Chance. Während meine Begleitung sagt, dass nun die romantische Stimmung dahin ist, begrüßt Günther die Erleuchtung. Das lässt er M auch spüren, als er sagt: „Das ist schön, dass die Licht anmachen, denn dann kann ich endlich mal deine Falten bewundern.“
13. August 2007 - Komike Mensche und Portemonnaies
Montag, August 13th, 2007 | Allgemein, don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
An einem Nachmittag, den ich damit verbrachte mit einem Bekannten durch die Innenstadt zu schlendern und durch Geschäfte zu bummeln, verschlug es uns zu Karstadt. Denn mein Bekannter benötigte dringend ein neues Portemonnaie, nachdem das alte gerissen war und sich das Kleingeld nun mit präziser Regelmäßigkeit über den Boden ergoss. So machten wir uns auf in die Lederwarenabteilung und fanden uns an einem dieser Wühltische wieder, auf denen sich Lederportemonnaies mit einem dezent angebrachten roten Aufkleber „-70%“ wieder fanden. Solche Verkaufstische haben eine eigenwillige Dynamik. Sie können unbegutachtet minuten- oder manchmal auch viertelstundenlang mitten im Raum stehen, nähert sich ihnen aber ein Interessent und wirft ein paar Mal ein paar der zu verkaufenden Objekte von rechts nach links, wird der Jägerinstinkt von anderen Kaufhausbesuchern angesprochen, die dann exponentiell den Wühltisch mitbevölkern. Schon nach wenigen Minuten ist es nicht mehr möglich, mal eben den Verkaufstisch von der anderen Seite zu begutachten.
In unserem Fall näherten sich bereits nach wenigen Minuten zwei Afrikaner, die munter versuchten, ihre großformatigen Reisepässe so zu knicken, dass sie in Portemonnaies passten, in welche nicht einmal die recht kleinen deutschen Personalausweise hineingesteckt werden konnten. Ihnen folgten eine Mutter und Kind. Der Junge war ungefähr sechs bis acht Jahre alt und quatschte in einem fort.
Während die Mutter sich einen Platz auf der anderen Seite des Tisches suchte, stellte sich der Junge, der mit ockerfarbenen Kordhosen und einem blassvioletten Pullover erstaunlich unmodisch gekleidet war, genau neben meinen Bekannten. Fortan wühlte er sich durch die Portemonnaies und versah jedes einzelne mit einem lautstarken Kommentar. Natürlich interessierten ihn nur die Geldbeutel, die innerhalb der Zone zwischen den beiden Armen meines Bekannten lagen. So grapschte er ihm mit seinen Kinderfingern ein ums andere Mal ein Portemonnaie direkt vor den Fingern weg. Die Mutter suchte Blickkontakt mit mir, schlug die Augen auf, zog die Augenbrauen hoch und versuchte so entweder, sich für das Verhalten ihres Sohnes zu entschuldigen, oder um Mitleid zu beten. Mitleid hatte ich dann auch mit ihr, denn was der Junge so von sich gab, war schon allerhand.
„Mama, warum musstest du denn schon wieder eine Tasche kaufen? Du hast doch schon so viele!“ Ruhig antwortete sie ihm: „Die waren doch so reduziert. Und ich brauchte noch eine für den Herbst.“ Anscheinend war dies für den Jungen keine brauchbare Aussage, denn er wendete sich meinem Bekannten zu und sagte zu ihm: „Jeden Monat kauft die sich mindestens vier Handtaschen. Mindestens. Wenn nicht mehr. Aber wenn ich so wie eben frage, ob ich was zu trinken haben darf, weil ich super durstig bin, dann sagt sie immer, nee, Florian, das ist zu teuer. Aber für Handtaschen hat sie immer Geld.“ Die Mutter errötete und wies ihn zurecht: „Florian. Das stimmt überhaupt nicht!“
„Doch, das stimmt. Und warum suchst du jetzt ein neues Portemonnaie? Brauchst du doch auch nicht! Oder ist das, in dem du immer das Geld vor Papa versteckst, kaputt? Das normale ist doch noch okay.“
Nun ähnelte das Gesicht der Mutter doch sehr der Farbe eines Feuerlöschers. „Florian! Mensch!“, schimpfte sie und zog ihn am Arm mit sich fort. Flugs waren sie aus dem Blickfeld verschwunden. Einer der Afrikaner grinste uns an: „Komike Mensche“, sagte er.
6. August 2007 - Handwerkerbeglückung
Montag, August 6th, 2007 | Allgemein, don't impose - die Höflichkeitskolumne | Keine Kommentare
In aller Herrgottsfrühe klingelt es an der Wohnungstür. Während ich mich noch wundere, wer um diese Uhrzeit klingelt, springe ich in meine Anziehsachen und öffne anschließend die Tür. Vor dieser stehen zwei Männer Ende Dreißig, die aufgrund ihrer lehmverschmierten Kleidung schnell als Handwerker identifizierbar sind. Gut, Spachtel und Lehmeimer in ihren Händen hätten ihr Übriges dazu getan.
Doch was wollen die bei mir? Das ist schnell erklärt, bei der jungen Sportstudentin nebenan soll etwas an der Außenfassade verspachtelt werden. Jedoch kommen sie von ihrem Balkon aus nicht an alle zu bearbeitenden Stellen heran, deshalb muss auch mein Balkon als Ausgangspunkt herhalten. Keine zehn Sekunden später stapfen die Handwerker durch meine Wohnung und hinterlassen eine Dreckspur samt Staubwolke wie PigPen von den Peanuts. Schnell ist irgendwas Putzartiges auf die entsprechenden Löcher in der Fassade gespachtelt, da eilen sie schon wieder mit ihren Lehmschuhen über meinen Teppich. Doch halt nein, sie haben noch was vergessen. Also noch mal zurück und immer schön über den Teppich. Wer nun denkt, damit wäre die Sache erledigt, hat die Rechnung ohne die Handwerker gemacht. Denn Handwerker kommen prinzipiell mindestens zweimal. So informieren sie mich beim Herausgehen, dass sie am nächsten Tag sowohl um sieben Uhr morgens, als auch um vier Uhr nachmittags noch einmal vorbei kommen werden. Super, und das alles für meine Nachbarin.
Nachdem ich den Nachmittag damit verbringe, sowohl Teppich als auch Wohnung von Lehmspuren zu befreien, erwarte ich nicht sehr erfreut auf den nächsten Morgen.
Um fünf vor sieben klingelt es an der Tür. Natürlich fangen die bei mir an, warum sollten die auch bei meiner Nachbarin anfangen? Dasselbe Prozedere wie am Vortag. Reingestapft, über den Teppich, Dreck verschleudert, rausgestapft, was vergessen, wieder auf den Balkon. Mittlerweile ist es zwanzig nach sieben. Ich höre, wie sie sich draußen unterhalten. „Naa, wir müssen jetzt noch was Zeit totschlagen.“ Wieso denn das, wundere ich mich. Aber er klärt mich dann auch direkt auf. „Das süße Blondchen hat doch gesagt, sie schläft immer bis halb acht. Vielleicht sehen wir sie dann noch im Nachthemd…“ Tatsächlich verquatschen sie noch ein paar Minuten auf meinem Balkon, bis sie meine Wohnung verlassen und nebenan klingeln. Natürlich mit dem Versprechen, mich nachmittags um vier noch einmal zu beehren. Ich freue mich. Ehrlich.
Viertel vor vier klingelt es erneut. Wieder Stapfen, wieder Lehm, wieder Fußabdrücke auf dem Teppich. So langsam steht es mir bis zum Hals. Natürlich fangen sie wieder bei mir an. Denn bei meiner Nachbarin an der Haustür hängt ein Zettel: „Ich schlafe. Falls ich beim ersten Mal klingeln nicht öffne, klingeln sie einfach öfter, ich bin zu Hause.“ Doch da hat sie die Rechnung ohne die Handwerker gemacht. Denn als diese bei mir auf dem Balkon einen imaginären Fleck Restputz wegschmirgeln, kommt ihnen eine großartige Idee. Warum soll man die Süße denn aus ihrem Schlaf reißen? Schließlich kann man auch von meinem Balkon über die Brüstung auf den anderen Balkon klettern. Und das tun sie dann auch. Sie stehen bei ihr auf dem Balkon, geben vor, etwas vom Putz weg zu schmirgeln und starren stattdessen durchs Fenster. Punkt vier hört man durch die offenen Fenster einen Wecker. Ein Brüll folgt, sie hat wohl die Handwerker entdeckt…
Sammelsurium
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Letzte Kommentare
- Carolin: Ahhh wie cool, so Mamas kennen keine Schmerzgrenze!!
- Carolin: Soviel Arroganz und IGnoranz uns Selbstverliebtheit macht sprachlos. Vielleicht war er aber auch nur ein...
- Carolin: Das erinnert mich an das Gedrängel auf dem Weihnachtsmarkt, wenn man - vertieft in die Ware an den Ständen...
- Sebastian: Oh das kommt mir ein ganz klein wenig bekannt vor.
Zu der Wohnung in der ich jetzt Wohne gehörte auch... - Wortman: *oha* da warst du ja echt human
Bei mir hätte dieser “Vermieter” ganz andere Worte gehört....